Schock-Botschaft für 1860: Aus für Stadionpläne in Riem

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Vor 50 Jahren hat alles begonnen

Alles Gute, liebe Musikschule!

Fürstenfeldbruck – Vor 50 Jahren hat alles ganz bescheiden angefangen. Heute ist die Kreismusikschule Fürstenfeldbruck eine der vier größten in Bayern. 2700 Schüler zählt sie inzwischen – die jüngsten sind ein paar Monate alt, die ältesten schon im Rentenalter. Allen gemeinsam ist die Freude an der Musik.

 Mit 18 Lehrkräften und 479 Schülern fing 1966 alles an. Die Kreismusikschule (KMS) leitete damals Ernst Cambensy. Fritz Büchtger, damals Leiter der Jugendmusikschule München, hatte ihn fünf Jahre zuvor mit dem Aufbau von Musikschulen beauftragt. Geplant war, alle Musikschulen des Landkreises unter das Dach der KMS zu stellen. Als erstes schlossen sich die bis dato selbstständigen Musikschulen Fürstenfeldbruck, Gröbenzell und Puchheim zusammen, die bereits 1964/65 gegründet wurden. Inzwischen sind Alling, Eichenau, Germering, Maisach mit Gernlinden, Moorenweis sowie Olching mit Esting hinzugekommen.

Die Wichtel

Dass Cambensy’s Kreismusikschulen-Modell voll ins Schwarze traf, zeigte sich schnell. Schüler- und Lehrerzahlen stiegen rapide. 1969 – drei Jahre nach der Gründung – unterrichteten bereits 43 Lehrkräfte 1764 Schüler. „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“, gilt für Angelika Lutz-Fischer, die seit Mai 2003 Leiterin der Kreismusikschule ist. Es ist die Vielfalt, die die KMS ausmacht.

Die Vielfalt an Musikrichtungen und Instrumenten natürlich, aber auch die Vielfalt an Menschen, die in der KMS gemeinsam in unterschiedlichen teils sehr modernen Ensembles spielen. Hier seien etwa die „Latin Percussion Puchheim“ genannt, die „Bluestrings“ und das Jugend-Jazz-Streichorchester.

Die KMS brachte bisweilen auch sehr erfolgreiche Musiker hervor. Das Ensemble Roggenstein aus Eichenau gewann beispielsweise sechs Mal in Folge den Deutschen Orchesterwettbewerb, avancierte zum Primus der deutschen Zupforchesterszene.

Die Musikwichtl sind die jüngsten

Aber auch die traditionelle Blasmusik schreibt man bei der KMS groß, genau wie Volks- und Vokalmusik. Ensembles wie die „Erlbachmusi“, die „Stimmband“ oder das Blasorchester Puchheim sind Teil der KMS. Über den Gesang, bis hin zu sämtlichen Streich-, Zupf-, Tasten-, Schlag-, Holz- und Blechblasinstrumenten wird fast alles unterrichtet.

Die jüngsten Musikschüler sind die „Musikwichtel“. Oft nur ein paar Monate alt, kommen sie zur musikalischen Früherziehung. Die ältesten sind schon im Rentenalter. Oft musizieren Jung und Alt gemeinsam. Angeleitet werden sie von 71 Lehrkräften, in 1200 Jahreswochenstunden.

Angelika Lutz-Fischer sagt: „Was die KMS ausmacht ist, dass sie für alle Bürger ihrer Mitgliedsgemeinden, vom Kleinkind bis zum 100-Jährigen, unglaublich interessante Unterrichts- und Musizierangebote hat, um das eigene Leben und das der Zuhörerschaft zu bereichern.“

Für das Jubiläumsjahr hat sich die große Musikerfamilie ein vielfältiges Programm überlegt. Geboten wird klassische Orchestermusik, Folklore jeglicher Art und Herkunft und beschwingte Populärmusik.

Für Lutz-Fischer werden die Aktivitäten mit zu den letzten als KMS-Chefin gehören. So sehr sie an der Musikschüle hängt: nach 13 Jahren als Leiterin, Gesangs- und Klavierlehrerin wird sie sich kommendes Jahr in die Rente verabschieden.

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