Seniorengruppe des Brucker TuS

Fit gemacht: Alte Besen kehren besser

Wer rastet, der rostet – das wissen auch die Männer der TuS-Seniorengruppe. Am Sonntag zeigen sie auf einer Münchner Messe, wie fit sie noch sind. Dafür haben sie extra eine Choreografie einstudiert – mit einem ungewöhnlichen Sportgerät.

Fürstenfeldbruck – „The wild Boys“ von Duran Duran schallt aus den Lautsprechern. Sechs Männer hüpfen im Sportdress durch die Halle. Jeder von ihnen hält einen Besen mit gestreckten Armen vor den eigenen Brustkorb. Die Knie werden gebeugt und wieder durchgedrückt. Anschließend nehmen sie rote Stöcke, legen sie vor sich nieder, knien sich auf den Boden und und machen Liegestütze.

Hier trainieren die Seniorensportler des Brucker TuS. Und zwar für ihren Auftritt auf der größten 50-plus-Messe Deutschlands in München. „Der Besenstiel als Fitnessgerät“ ist der bezeichnende Titel ihrer Performance, die sie mit Trainerin Anita Beer (42) eingeübt haben.

Bereits seit fünf Jahren trainiert Beer die Senioren. Einmal pro Woche scheucht sie bis zu 15 Männer durch die alte Rasso-Halle. „Die Herrschaften sind alle sehr motiviert und diszipliniert“, lobt die 42-Jährige.

Seit Februar müssen sich die Männer besonders konzentrieren. Denn seither übt das Team für den großen Auftritt. Obwohl die hauptberufliche Altenpflegerin die Senioren ungefragt für die Bühnennummer angemeldet hat, sind alle Feuer und Flamme.

Doch je näher die Veranstaltung rückt, desto mehr steigt auch die Nervosität. Und das, obwohl die Männer allesamt schon viel erleben durften. Denn das Durchschnittsalter beträgt 74 Jahre.

Besonders großes Lampenfieber hat Gerhard Polzer. „Ich bin der Taktmann bei der Show. Wenn ich die Musik nicht laut genug höre, kommen alle aus dem Rhythmus“, sorgt sich der 67-Jährige. Schließlich soll alles perfekt sein. Eine halbe Stunde lang muss Polzer für die „Fitten Herren“ – wie sich die Gruppe nennt – den Takt halten. Zehn Minuten davon schwingen die Männer ihre Besen. „Danach holen wir Leute aus dem Publikum zu uns. Die sollen dann einen Teil der Choreografie ausprobieren“, erzählt Jörg Pflüger (76).

Trotz des Lampenfiebers freuen sich die Männer darauf, zeigen zu können, was sie drauf haben. „Da sieht man schon, dass Anitas Stunden etwas bringen“, sagt Helmut Becker. Dem Vereinspräsidenten des TuS machen die Sportstunden großen Spaß. „Es ist zwar meistens sehr anstrengend. Trotzdem bin ich immer traurig, wenn es vorbei ist“, so der 69-Jährige.

„Die wichtigsten Bestandteile sind Beweglichkeit, Koordination und Kraft. Die Muskeln sollen im Alter weiter beansprucht werden“, sagt Beer. Um die Fitness der Senioren noch mehr zu fördern, gibt es sogar Hausaufgaben. „Wir haben Übungen, die man einfach zu Hause vor dem Fernseher machen kann“, so Beer. Und die Aufgaben werden auch brav erledigt, versprechen die sechs Männer. (amü)

Der Auftritt

findet am Sonntag, 21. Mai, 11 Uhr, in Halle A6 auf der Messe „Die 66“ in München statt.

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