Die alte Straße nach Nebel ist zurzeit nicht passierbar. Die angerichteten Schäden nach dem vergangenen Starkregen müssen erst noch repariert werden. tb-foto

Germering

Alte Straße nach Nebel weiter gesperrt

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Germering – Die alte Straße nach Nebel ist seit dem Starkregen vor rund zwei Wochen, der sie überflutet hatte, gesperrt. Die Schäden sollen in den nächsten Tagen repariert werden.

Grund für die Sperre ist laut OB Andreas Haas, dass die Straße bei den Extremregenfällen vor zwei Wochen auf einer Länge von rund 30 Metern unterspült worden war und Teile des Asphalts herausgerissen wurden. Autos könnten dort derzeit nicht fahren.

Weil die Schäden zu groß sind, als dass sie der Bauhof auf die Schnelle hätte beheben können, habe man eine Tiefbaufirma mit der Reparatur beauftragt. Die werde aber erst jetzt mit den Arbeiten beginnen können. Die Straße wird deswegen rund weitere zwei Wochen nicht passierbar sein.

Die alte Straße nach Nebel darf schon seit Jahren nicht mehr von Lkws befahren werden. Eine Komplettsperrung für den Pkw-Verkehr ist ebenfalls schon diskutiert worden. Grund: Der Weg geht zu nah an einem der städtischen Brunnen der Trinkwassergewinnung vorbei. Sollte es zu einem Unfall kommen, bei dem die Ölwanne eines Autos aufreißt, könnte Öl direkt ins Trinkwasser gelangen.

OB Andreas Haas erinnerte deswegen daran, dass er erst das laufende Verfahren zur Neuausweisung des Wasserschutzgebietes abwarten wolle, ehe über die Zukunft der Straße weiter diskutiert wird.

Der vor zwei Jahren angedachte Plan, den Hochwasserschutz auf den Feldern zwischen Nebel und Germering mit Hilfe eines Rückhalteteiches zu optimieren, hätte das aktuelle Ereignis nicht verhindern können: Es sollte dafür sorgen, dass das aus der Richtung von Nebel bergab fließende Regenwasser nicht die tieferliegenden Felder und die Straße zum Schusterhäusl überflutet. Das vor etwa 25 Jahren angelegte Weiherwiesengraben-System kann dies nämlich nicht immer gewährleisten.

Ob der Rückhalte-Teich jemals für Entlastung sorgen wird, steht in den Sternen. Kurz nach Vorstellung der ersten Pläne machte Stadtarchivar Marcus Guckenbiehl darauf aufmerksam, dass unter den Feldern zwischen den Straßen nach Nebel und zum Schusterhäusl Bodendenkmäler aus dem Mesolithikum, also der mittleren Steinzeit, zu erwarten seien. Sollte das Rückhaltebecken gebaut werden, müsste man erst diese möglichen Denkmäler sichern. Und das käme möglicherweise teurer als der Teichbau selber. Die Umsetzung der Pläne wurde deswegen nicht weiter verfolgt.

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