Das ehemalige Verwalterhaus beim Grünen Zentrum wird in einen Kindergarten umgebaut.	foto: archiv
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Das ehemalige Verwalterhaus beim Grünen Zentrum wird in einen Kindergarten umgebaut.

Fürstenfeldbruck

Am Grünen Zentrum: Puch bekommt einen Naturkindergarten

  • Ingrid Zeilinger
    VonIngrid Zeilinger
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Aus dem ehemaligen Verwaltergebäude am Grünen Zentrum wird ein Kindergarten. Der Ausschuss für Integration, Soziales, Jugend und Sport legte sich auf diesen Standort fest. Damit behält Aich seine Kindergartengruppe. Das Gebäude wird saniert und erhält einen kleinen Anbau.

Fürstenfeldbruck – Die Stadt hat in den vergangenen Jahren viele Kindergarten- und Krippenplätze geschaffen. In der Bedarfsplanung, die berechnet, wie viele kleine Bürger einen Kitaplatz benötigen, fehlt noch eine Gruppe. Eine Überlegung war, diese in Aich anzubauen. Doch Stadträte machten sich dafür stark, dass Puch auch einen Kindergarten gekommen soll, um den Weg für die Einwohner zu verkürzen. „Ein Kindergarten ist identitätsstiftend für die Ortsteile“, sagte Willy Dräxler (BBV).

Die Verwaltung hatte mehrere Optionen geprüft: Am günstigsten mit 1,5 Millionen Euro wäre der Anbau in Aich. Zudem gebe es die Option, Räume bei einer Firma für die Kita anzumieten – für eine oder zwei Gruppen.

Haus auf einem Hügel

Doch im Ausschuss war klar, dass man den Standort Puch bevorzugte. Die Entscheidung fiel einstimmig für die zweitgünstigste Variante: das ehemalige Verwalterhaus am Grünen Zentrum. Dieses kann die Stadt von den Immobilien Freistaat Bayern (ImBy) für rund eine halbe Million Euro kaufen und für den gleichen Preis modernisieren und umbauen. Die Trägerschaft liegt bei der Stadt, die hier ein anderes Konzept plant. Der Naturkindergarten wäre von 7.30 bis 15 Uhr geöffnet. „Der Standort ist mit dem angrenzenden Wald ideal“, sagte Kindergarten-Referentin Katrin Siegler (CSU). Das Nachbargrundstück, das ebenfalls geprüft wurde, benötigt das staatliche Versuchsgut noch. Vielleicht könne man die Fläche später nutzen, meinte OB Erich Raff.

Einziges Manko: Das Haus liegt auf einem Hügel, daher könnten mehr Kinder mit dem Auto gebracht werden. Doch dieser kleine Nachteil wog nicht schwer. Denn die beiden anderen Optionen beim Sportplatz – ein städtisches Grundstück und eines der ImBy – liegen an der Durchgangsstraße und wären teurer. Zudem könnte mit dieser Option gegenüber des Sportplatzes für rund 80 000 Euro ein Spielplatz gebaut werden. Auch dafür sprach sich der Ausschuss geschlossen aus.

Sanierung in Aich

Wichtig sei eines, betonte Siegler: „Wir wollen Aich nichts wegnehmen und einen Kindergarten in Puch etablieren.“ Und da die Räumlichkeiten in Aich sanierungsbedürftig sind, steckt die Stadt auch hier rund eine Million Euro hinein. So bekommt das Haus einen kleinen Anbau mit Verteilerküche und Lager. Damit könnte dort ein Mittagessen angeboten werden. Büro und Sanitäranlagen werden neu gestaltet. Und auch das Gemeinschaftshaus wird in diesem Zuge saniert. Die Mädchen und Buben könnten in dieser Zeit in einer Containeranlage spielen, die derzeit noch als Krippe am Buchenauer Platz genutzt wird.

Die Gesamtkosten für beide Projekte belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Die Verwaltung wird nun detaillierte Pläne ausarbeiten, die dann im Bauausschuss beraten werden. Der Pucher Naturkindergarten soll spätestens im September 2025 in Betrieb gehen. Der Spielplatz soll bereits im kommenden Jahr fertig sein.

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