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Ein leider häufiger Anblick: Neben dem Sommerkellerweg verschandelt Müll die Landschaft. 

Am Sommerkellerweg

Ärger um illegal entsorgten Müll

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Fürstenfeldbruck - Kanister, Gartenabfälle, ja sogar Kühlschränke: Das Gebiet rund um den Sommerkellerweg in der Hasenheide wird regelmäßig zugemüllt.

Einige Abfall-Sünder fühlen sich im Wald offenbar unbeobachtet. Dabei machen sie sich strafbar.

Ob es Bequemlichkeit ist? Jedenfalls entsorgen immer mehr Menschen ihren Müll in dem Wäldchen am Sommerkellerweg. „Ich gehe dort regelmäßig mit meinem Hund spazieren und finde es eine Frechheit“, meldet ein Leser dem Tagblatt. Als Beweis hat der Brucker Bilder gemacht. Darauf sind Plastikkanister zu sehen, Berge von Schnittgut und Folie. „Das ist eine Schweinerei“, schimpft der Brucker.

Einige der Grundstücke, die an den Sommerkellerweg angrenzen, gehören der Bundeswehr. Auf Nachfrage erklärt ein Sprecher der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), dass sich seine Kollegen das Areal bereits angesehen hätten. Die abgeladenen Kanister würden die zuständigen Förster schnellstmöglich entsorgen. Doch: „Die Verunreinigungen befinden sich größtenteils auf Privatgrund rechts des Weges.“

Bisher hielten sich derartige Vorfälle auf den Arealen, die der Bima gehören, in Grenzen. Die Zuständigen nehmen jedoch jeden Fall ernst: „Die Bima prüft und behandelt jeden Fall individuell.“ Die Mitarbeiter würden stets berücksichtigen, ob es sich um einfachen Müll oder um schädliche Stoffe handle, von denen unmittelbar eine Gefahr ausgehe.

Täter machen sich strafbar

Und er macht klar: „Das illegale Entsorgen von Abfall stellt eine Straftat dar. Wenn Bürger dabei erwischt werden, droht ihnen eine Anzeige.“ Im Kanister-Fall sei es jedoch schwierig, den Verursacher zu ermitteln.

Das bestätigt auch Brucks Polizeisprecher Michael Fischer. Er sagt aber auch: „Wenn Hausmüll entsorgt wird, findet man eventuell beispielsweise ein Briefkuvert, das den Täter verrät.“ Das Entsorgen von Abfall stelle eine Ordnungswidrigkeit dar, die das Landratsamt behandelt. „Im Fall Sommerkellerweg gab es immer mal wieder Meldungen“, bestätigt eine Sprecherin der Behörde. Wenn der Verursacher klar wäre, würde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Fischer: „Wenn umweltgefährdende Stoffe wie etwa Asbest entsorgt werden, folgt sogar eine Anzeige.“ Generell, so der Polizeisprecher, sei es unverständlich, warum Bürger ihren Müll im Wald abladen – schließlich gebe es in Bruck genug Wertstoffhöfe.

Das betont auch Stefan Zöllner, Abfallberater beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises. Er erklärt, dass Mitarbeiter des Landratsamtes den wild entsorgten Müll auf freien Flächen am Ende einsammeln und wegwerfen müssen. Handelt es sich um Privatgrund innerorts, ist der Besitzer des Areals verantwortlich.

Zöllner weist außerdem daraufhin, dass es kein Kavaliersdelikt sei, beispielsweise Kühlschränke (die eine klimaschädigende Flüssigkeit enthalten) im Wald zu entsorgen. In Bruck gebe es am Großen Wertstoffhof einen separaten Container für Kühlgeräte.

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