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Am Sonntag ist die Wahl zum Stadtjugendrat

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Von: Ingrid Zeilinger

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Bürgerentscheid
Beispielfoto © picture alliance / dpa / Uwe Anspach

Am Sonntag werden die Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren an die Urnen gebeten. Die Brucker wählen einen neuen Stadtjugendrat.

Fürstenfeldbruck – Jonathan Grundmann (19) erklärt, was der Beirat macht, und warum es wichtig ist, seine Stimme abzugeben.

Herr Grundmann, warum engagieren Sie sich im Stadtjugendrat?

Ich bin politisch aktiv geworden, als 2015 die unklare Flüchtlingslage herrschte. Da habe ich erkannt, dass die Kommunalpolitik unser Alltagsleben noch mehr betrifft, als die Landespolitik. Mir war wichtig, ein Mitspracherecht zu haben, da der Stadtrat doch etwas überaltert ist.

Was macht das Gremium?

Wir haben monatliche Sitzungen am Abend in einem der Jugendzentren. Wir laden über die Presse und die Jugendlichen übers Internet dazu ein. Die Sitzung läuft natürlich nicht so streng ab wie im Stadtrat. Neben der politischen Arbeit organisieren wir Podiumsdiskussionen zur OB-Wahl und haben heuer einen DJ-Contest am Volksfest veranstaltet. Es geht auch darum, das Leben in Bruck für die Jugendlichen vielfältig zu gestalten. Jeder kann mitmachen, es braucht keine Vorkenntnisse. Ich hatte auch keine. Man findet sich schnell ein.

Gibt es ausreichend Kandidaten?

Wir waren in Schulen und Jugendzentren. Doch im Gegensatz zum letzten Mal, wo wir viele Bewerber und eine hohe Wahlbeteiligung haben, hat es diesmal leider nicht so gezogen. Das ist schade, da gerade viele Jugendliche politisiert werden. Aber nun sind genug Kandidaten gefunden.

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Jonathan Grundmann

Sie stellen sich auch wieder zur Wahl?

Ich hätte meinen Platz für Jüngere frei gemacht. Aber so stelle ich mich nochmal zur Wahl. Ich mache das gerne.

Warum sollen Jugendliche am Sonntag wählen?

Wählen gehen ist immer eine wichtige Sache. Man sollte sich vorher auch genau anschauen, wen man wählt. Die Kandidaten stellen sich auf Plakaten vor. Es ist mehr, als nur eine Übung, auch wenn es nur ein Beirat ist. Über Wahlen kann man direkt Einfluss nehmen. So ist es hier auch. Wer nicht wählt, verschenkt ein wichtiges Recht.

Können Sie sich vorstellen, bei der nächsten Wahl auch für den Stadtrat zu kandidieren?

Wenn ich 2020 noch in Fürstenfeldbruck wohne, kann ich mir das gut vorstellen. Ich bringe mich gerne ein.“

Gewählt wird am Sonntag, 21. Oktober, 13 bis 18 Uhr, im Jugendcafé des Hauses für Bildung und Begegnung, Niederbronner Weg 5. Mitzubringen sind der Personalausweis und die Wahlbenachrichtigung. Zur Wahl stehen: Lius Becwar, Veronika Droth, Quirin Droth, Fabian Eckmann, Valentin Eckmann, Samuel Heilmann, Sebastian Karl, Samuel Schreiner, Niklas Roth, Niklas Wölfl (14- bis 17-Jährige), Bianca Aßmus, Karlo Colner, Paula Frindte, Jonathan Grundmann und Lea Schellenberg (18- bis 21-Jährige).

Interview: Ingrid Zeilinger

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