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Rund 250 Luzienhäuschen wurden von den Mädchen und Buben in die Amper gesetzt.

Traditionsveranstaltung am Freitagabend

Amper glänzt im Schein der Luzienhäuschen

Nach wochenlangem Basteln, unzähligen Tuben Kleber und fantasievollen Ideen war es endlich soweit: Am Freitagabend wurden die kunterbunten Luzienhäuschen zum traditionellen Luzienhäuschen-Schwimmen in die Amper gesetzt. Gut zwei Wochen lang konnten die rund 250 Kunstwerke zuvor von Besuchern in der Sparkassenfiliale am Marktplatz aus nächster Nähe bewundert werden.

VON LISA FISCHER

Fürstenfeldbruck – Die Luzienfeier vor der Leonhardikirche wurde musikalisch mit Weihnachtsliedern vom Posaunenchor der evangelischen Erlöserkirche eröffnet. Oberbürgermeister Erich Raff bedankte sich bei den Helfern und Organisatoren des Abends sowie bei den Kindern für das Entwerfen der Luzienhäuschen. Diese haben die Schüler der Brucker Grundschulen Mitte und an der Philipp-Weiß-Straße gebastelt. Erstmals heuer dabei waren die Buben und Mädchen der Grundschule Emmering.

Raff bedankte sich bei den katholischen und evangelischen Pfarrern Otto Gäng und Valentin Wendebourg. Die beiden Geistlichen segneten traditionell die Kunstwerke der Grundschüler. Sie betonten in ihren Ansprachen vor der eigentlichen Zeremonie, dass die Kerze Licht und Wärme in der dunklen Jahreszeit spendet und die Kinder dies durch die Luzienhäuschen in die Stadt – aber auch in die Welt – hinaus tragen würden. Danach halfen der Oberbürgermeister sowie die beiden Pfarrer jedem Kind, die sich im Häuschen befindliche Kerze anzuzünden.

Die Besucher trotzten dabei dem eisigen Wind, der die Flammen ab und zu erlosch, jedoch die Stimmung an der Amperbrücke nicht trübte. Freudestrahlend zogen die jungen Architekten dann mit leuchtenden Augen und Häusl amperaufwärts Richtung Silbersteg. Auch der ein oder andere Vater konnte dabei beobachtet werden, wie er gerührt das Werk seines Kindes durch die Menschenmenge trug. Auf Höhe der Ledererstraße setzten die Helfer der Wasserwacht dann behutsam Häuschen für Häuschen ins Wasser – bedacht darauf, dass keines der Kunstwerke umkippt oder die Flamme der Kerze erlischt. Insgesamt war die Wasserwacht mit 35 Mitgliedern vor Ort, sicherte die Amperufer und sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Während der Veranstaltung war die Hauptstraße im Bereich der Leonhardikirche für den Straßenverkehr gesperrt.

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