Das Baden in der Amper kann krank machen.

Landratsamt meldet sich zu Wort

Amperbad kann krank machen

Fürstenfeldbruck - Viele Brucker wünschen sich, dass das Amperbad wiederbelebt wird. Doch nun meldet sich das Landratsamt zu Wort.

Entgegen der Aussage von Dritter Bürgermeisterin Karin Geißler, das Baden sei nicht schädlich, erklärt die Behörde, dass Wasseruntersuchungen Krankheitserreger in aller Regel nie direkt nachweisen würden. Dafür sei der Verdünnungsfaktor normalerweise zu groß.

Deshalb würde das Prinzip der Indikatorbakterien gewählt (E. Coli, Enterokokken oder coliforme Bakterien). Diese seien zwar nicht selbst krankheitserregend, jedoch ein Anzeichen für das Vorhandensein von Krankheitserregern. „So wird beim Nachweis von etwa 100 E. Coli Bakterien geschätzt, dass wenigstens eine Salmonelle vorhanden ist“, heißt es in einem Schreiben des Landratsamts.

Ähnliches gelte für alle anderen Durchfallserreger, die mit dem Wasser aufgenommen werden können wie auch für Viren wie Hepati- tis A. Gefährlich seien diese Erreger vor allem, wenn Wasser verschluckt wird, also insbesondere für kleine Kinder.

Wie die Behörde erklärt, ist die Wasserqualität der Amper starken Schwankungen unterworfen. Grund sind Zu-flüsse aus landwirtschaftlich genutzten Gebieten, die bei Starkregen massiv mit Krankheitserregern belastet sind.

Wegen der Schwankungen wären Messungen laut Amt nur für einen sehr kurzen Zeitraum – unter Umständen nicht einmal wenige Stunden – aussagekräftig. Folglich brächten selbst regelmäßige Untersuchungen keine Sicherheit.

Die Behörde betont, dass das Badeverbot in der Amper zwar vor mehr als zehn Jahren aufgehoben wurde. Allerdings warne man weiterhin vor dem Baden in dem Fluss. Die Haltung des Landratsamts Fürstenfeldbruck habe sich dazu nicht geändert. In diesem Zuge weist das Landratsamt auch darauf hin, dass das Wasser im Pucher Meer regelmäßig „hervorragende Befunde“ aufweise.  

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