Schock-Botschaft für 1860: Aus für Stadionpläne in Riem

Schock-Botschaft für 1860: Aus für Stadionpläne in Riem
Das Baden in der Amper kann krank machen.

Landratsamt meldet sich zu Wort

Amperbad kann krank machen

Fürstenfeldbruck - Viele Brucker wünschen sich, dass das Amperbad wiederbelebt wird. Doch nun meldet sich das Landratsamt zu Wort.

Entgegen der Aussage von Dritter Bürgermeisterin Karin Geißler, das Baden sei nicht schädlich, erklärt die Behörde, dass Wasseruntersuchungen Krankheitserreger in aller Regel nie direkt nachweisen würden. Dafür sei der Verdünnungsfaktor normalerweise zu groß.

Deshalb würde das Prinzip der Indikatorbakterien gewählt (E. Coli, Enterokokken oder coliforme Bakterien). Diese seien zwar nicht selbst krankheitserregend, jedoch ein Anzeichen für das Vorhandensein von Krankheitserregern. „So wird beim Nachweis von etwa 100 E. Coli Bakterien geschätzt, dass wenigstens eine Salmonelle vorhanden ist“, heißt es in einem Schreiben des Landratsamts.

Ähnliches gelte für alle anderen Durchfallserreger, die mit dem Wasser aufgenommen werden können wie auch für Viren wie Hepati- tis A. Gefährlich seien diese Erreger vor allem, wenn Wasser verschluckt wird, also insbesondere für kleine Kinder.

Wie die Behörde erklärt, ist die Wasserqualität der Amper starken Schwankungen unterworfen. Grund sind Zu-flüsse aus landwirtschaftlich genutzten Gebieten, die bei Starkregen massiv mit Krankheitserregern belastet sind.

Wegen der Schwankungen wären Messungen laut Amt nur für einen sehr kurzen Zeitraum – unter Umständen nicht einmal wenige Stunden – aussagekräftig. Folglich brächten selbst regelmäßige Untersuchungen keine Sicherheit.

Die Behörde betont, dass das Badeverbot in der Amper zwar vor mehr als zehn Jahren aufgehoben wurde. Allerdings warne man weiterhin vor dem Baden in dem Fluss. Die Haltung des Landratsamts Fürstenfeldbruck habe sich dazu nicht geändert. In diesem Zuge weist das Landratsamt auch darauf hin, dass das Wasser im Pucher Meer regelmäßig „hervorragende Befunde“ aufweise.  

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vermisste Malina: Pietätlose Debatte unter Facebook-Post
Regensburg - Der Fall der vermissten Studentin Malina Klaar aus dem Raum Fürstenfeldbruck bleibt mysteriös. Ganz Regensburg scheint nach ihr zu suchen - ohne jedes …
Vermisste Malina: Pietätlose Debatte unter Facebook-Post
Mia Sophie aus Fürstenfeldbruck
Regina Rauchmann und Roland Tränkl aus Fürstenfeldbruck freuen sich über die Geburt von Töchterlein Mia Sophie. Bei ihrer Geburt wog das zarte Mäderl 2250 Gramm und war …
Mia Sophie aus Fürstenfeldbruck
Lutzeier gescheitert - Staffler darf bei OB-Wahl antreten
Fürstenfeldbruck - Endspurt im Rennen um die OB-Kandidatur in Bruck am Montagvormittag: Nach Florian Weber hat es auch Elisabeth Staffler geschafft, die nötigen 215 …
Lutzeier gescheitert - Staffler darf bei OB-Wahl antreten
Im Westen viel Neues und jede Menge Brisanz
Zweimal purer Abstiegskampf und eine einmalige Aufstiegshoffnung sind diesmal im Angebot zum „Spiel der Woche“. Bis Donnerstag, 12 Uhr, können nun die Tagblatt-Leser …
Im Westen viel Neues und jede Menge Brisanz

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare