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Die Amperbrücke gilt seit längerem als marode. Damit sie bis zum Neubau befahrbar bleibt, muss ein Träger saniert werden. Foto: Archiv

Belastungsprobe für Fürstenfeldbruck

Amperbrücke in der Stadtmitte sechs Wochen lang komplett gesperrt

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Auf Fürstenfeldbruck kommt eine Belastungsprobe zu: Im Herbst wird die Amperbrücke in der Stadtmitte wegen Sanierungsarbeiten sechs Wochen komplett für den Verkehr gesperrt. Gleichzeitig plant das Straßenbauamt verschiedene weitere Projekte.

Fürstenfeldbruck  – Die Amperbrücke, über die die B 2 in Fürstenfeldbruck verläuft, muss neu gebaut werden. Bei Qualitätskontrollen wurde ihr ein katastrophaler Zustand bescheinigt, wie Stefan Meier vom Bauamt Freising bei der Vorstellung des Jahresberichts erklärte. „Ein Träger der Brücke hat sogar die schlechteste Note 4,0 bekommen.“ Das heißt: Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Schwierig wird es für die Straßenplaner besonders deswegen, weil die 1909 gebaute Brücke inzwischen unter Denkmalschutz steht. „In solch einem Fall, muss ein Planfeststellungsverfahren gemacht werden“, erklärt Meier. Dieses stellt, vereinfacht gesagt, die Vorteile eines Neubaus demDenkmalschutz gegenüber. Im Zeitraum 2019/2020 soll das Verfahren abgeschlossen sein, doch alles deutet schon jetzt auf einen Neubau hin.

Das die Verkehrfähigkeit der Brücke bis zum Neubau überhaupt erhalten bleibt und die zulässige Traglast von 16 Tonnen (damit ist sie auch für Busse geeignet) nicht weiter abgesenkt wird, muss der beschädigte Träger saniert werden. Das heißt im Herbst kommt auf die Brucker eine sechswöchige Sperrung der Brücke zu. Wie der Verkehr dann umgeleitet wird, steht noch nicht fest. Bei der Neuplanung soll auf die Gestaltung viel Wert gelegt werden, so die Straßenbauer. Man erhofft sich auch Verbesserungen für Fußgänger und Radfahrer. Für die Erneuerung der Brücke sind insgesamt 2,5 Millionen Euro vorgehesen.

Von Gröbenzell nach Lochhausen

Ein anderes Projekt, das sich schon einige Zeit verzögert hat, aber dringend realisiert werden soll, ist der Ausbau der Staatsstraße zwischen Gröbenzell und Lochhausen. Wegen neu ermittelter Überschwemmungsgebiete musste im Jahr 2016 umgeplant werden. Die Straßenbauer müssen nachweisen, dass der Ausbau keine nachteiligen Auswirkungen auf den Hochwasserschutz hat. Die Straße ist nur 5,50 Meter breit. Das sei zu schmal für 25 000 Autos am Tag, hieß es. Nach dem Bau einer Behelfsumfahrung soll die Fahrbahn bis 2020 erneuert worden sein. Die Kosten werden auf rund 1,8 Millionen Euro taxiert.

Südwestumfahrung Olching

Auch bei der Südwest-Umfahrung Olching haben Änderungen im Hochwasserschutz dazu geführt, dass ein Planänderungsverfahren im Herbst eingeleitet werden muss. Geht alles gut, soll im Sommer 2019 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Derzeit werde die technische Planung aktualisiert. Außerdem müssen Betretungserlaubnisse für Bohrungen eingeholt werden

Bereits in Bau befindet sich die Südumfahrung der Gemeinde Maisach. Sie soll schon Ende des Jahres fertig gestellt sein. Beim geplanten Kreisverkehr an der Kaisersäule bei Puch ist ein Planfeststellungsverfahren nötig. Der Kreisel berührt Belange des Denkmalschutzes. Die ursprünglichen Pläne seien nachjustiert worden, so dass dem Bau wohl nichts mehr im Wege stehe, so die Straßenbauer. Die Kosten für den Kreisel werden mit rund 1,3 Millionen Euro angegeben. Weiter auf der Agenda steht – wie seit vielen Jahren – auch die Sanierung der B2 in Bruck. Der Beginn ist für 2020/21 angedacht.

Verbessert werden soll zudem die Verbindung zwischen Moorenweis und Jesenwang. Hier soll auch ein zusätzlicher Radweg entstehen. Die unfallträchtige Kreuzung mit der FFB 6 in Richtung Grafrath soll umgebaut werden, um die sehr spitz zulaufende Einmündung zu verbessern.

Im vergangenen Jahr abgeschlossen werden konnte die Erneuerung der Mühlgrabenbrücke bei Überacker samt der Verbesserung des Fahrbahnbelags bis Maisach. Weiterhin wurde der Geh- und Radweg zwischen Schöngeising und Grafrath erneuert. Instand gesetzt wurde die Lärmschutzwand an der B 471 auf Höhe Schöngeising.

Der Termin für die Sperrung der Amperbrücke wurde später nach Abstimmung mit der Stadt verschoben.

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