Das Sportzentrum III an hat den Sportbeirat über mehrere Amtszeiten begleitet. Im vergangenen Frühling erfolgte der Spatenstich
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Das Sportzentrum III an hat den Sportbeirat über mehrere Amtszeiten begleitet. Im vergangenen Frühling erfolgte der Spatenstich

Fürstenfeldbruck

An diesen Projekten ist der Sportbeirat dran

  • Ingrid Zeilinger
    vonIngrid Zeilinger
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Auf den Sportanlagen herrscht weitgehend gähnende Leere. Denn der Trainingsbetrieb nach dem Corona-Lockdown läuft gerade erst ganz langsam wieder an. Also ist auch der Sportbeirat der Stadt arbeitslos? Keine Spur, denn die ehrenamtlichen Vereinsvertreter arbeiten weiter an ihren Projekten.

Fürstenfeldbruck – Sportzentrum III, Eishalle, Fliegerhorst-Anlagen: Die Liste, die der Sportbeirat beackert, ist lang. Das vom Stadtrat gewählte Gremium sieht sich als Mittler zwischen den Vereinen und dem Stadtrat. „Die Sportvereine wenden sich relativ wenig an den Beirat“, sagt der Vorsitzende Joachim Mack. „Das gilt es zu verbessern.“ Schließlich beraten er und seine Mitstreiter die Politiker und städtischen Angestellten bei vielen Themen.

Sportzentrum und Eishalle

Zum Beispiel beim Sportzentrum III an der Cerveteristraße. Dieses Vorhaben begleitet den Sportbeirat schon über mehrere Amtszeiten. Einst war dort sogar eine Dreifachturnhalle für den TuS in der Planung – und eine Bolderhalle im Gespräch. Doch weil das zu teuer war, wurde abgespeckt. Gerade entstehen die drei Fußballplätze, im März soll auch der Bau des Vereinsheims für den TSV West und die Sportschützen beginnen. Es läuft gut, berichtet Mack. Sobald der Umzug erfolgt ist, kann der BVTA das bisherige Gelände des TSV West übernehmen. „Dann bekommt ein weiterer Verein ein kleines Zuhause.“

Beim Thema Eishalle träumt man davon noch. Obgleich Mack sagt: „Wir waren noch nie so weit wie in diesem Jahr.“ Gutachten laufen, und es scheint, als sei die Halle auch am vom EVF bevorzugten Standort neben dem Eisstadion möglich. Der Sportbeirat unterstütze den Verein bei seinem Vorhaben, betont Mack. „Aber klar ist: Es steht und fällt mit der Finanzierung.“ Sponsoren muss der EVF suchen, denn selbst für eine Zwischenfinanzierung habe die Stadt in den nächsten zwei bis drei Jahren wohl kein Geld. Das hört der 70-Jährige immer wieder in den vielen Ausschuss- und Plenumssitzungen, die er regelmäßig besucht, „um das Ohr am Puls zu haben“.

Initiative am Areal der Stockschützen

Im Lockdown arbeitet das Gremium an einem aktuellen Projekt auf dem Areal der Stockschützen, die sich aufgelöst haben. Gemeinsam mit Sportreferent Martin Kellerer (CSU) hat der Beirat den Antrag eingereicht, das Areal der Jugend zugänglich zu machen. Die Verwaltung hat schnell einen Plan gemacht, der im nächsten Sportausschuss am heutigen Dienstag beraten wird: Ein an das Areal angrenzendes Fußballfeld wird dem vereinsungebundenen Sport zur Verfügung gestellt. Der ADFC kann die Stockschützenbahn für Fahrradtrainings nutzen.

Das Areal wird umgestaltet: Streetsoccer, Streetball, Beachvolleyball-Felder und mehr sind geplant, dazu eine Pumptrackbahn für kleiner BMX-Fahrer. „Und der Stadtjugendrat bekommt in der Stockschützehütte eine kleine Bleibe“, sagt Mack. „Ich habe die Hoffnung, dass wir das in den nächsten ein bis zwei Jahren hinkriegen.“ Auch um den Bau der Skateranlage, der aus Geldgründen nach hinten geschoben wurde, will man sich kümmern.

Eingebunden in Gestaltungsfragen

Hier setzt der Beirat auf die Zusammenarbeit mit der Stadt. Diese habe sich im Laufe der Jahre sehr verbessert, sagt der Vorsitzende. Einmal im Monat gibt es einen Jour fix. „Wir sind als Gremium in alle Projekte eingebunden.“ Etwa bei der Gestaltung des Aumühle-/Lände-Areals. Denn dort gibt es gegenüber des Wirtshauses auf der Lände ein kleines Eck, auf dem die Fursty Razorbacks ein kleines Sporthaus mit Lager, Umkleiden und Sanitäreinrichtungen bekommen sollen. „Wir werden versuchen, das ein bisschen zu beschleunigen, da es ganz am Rand des Areals ist“, sagt Mack.

Auch beim Westpark will sich der Beirat einbringen. Hier soll ein Fitnessparcours oder eine Calisthenics-Anlage entstehen. Mack hat auch eine von Bürgern gewünschte Boule-Bahn im Blick. Eingebunden ist man auch bei den Gesprächen zur geplanten Multifunktionshalle an der Cerveteristraße. Neben der großen Halle, in der die TuS-Handballer ihre Ligaspiele absolvieren könnten, hat auf dem Areal auch eine Zweifach- bis Dreifachhalle Platz. Das würde die Raumprobleme des TuS lösen. Bei aller Euphorie muss hier aber erst ein Investor gefunden werden.

Zukunftsmusik am Fliegerhorst

Und nicht zuletzt möchte die Stadt die Sportanlagen der Bundeswehr am Fliegerhorst übernehmen. Zwei Halle, ein Fußballfeld, ein saniertes Hallenbad, eine Tartanbahn, Beachvolleyball-Felder und sechs Tennisplätze gäbe es dort. Und noch Platz für Weiteres, erzählt Mack, der selbst den dortigen Tennisclub leitet. Was dorthin kommen könnte, da hat er seine eigene Vision. Denn nachdem die Boulderhalle im Westen gestrichen wurde, wäre sie in Fursty auch gut aufgehoben. „Es ist weit in der Ferne, aber das habe ich mir auf die Fahnen geschrieben.“

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