Eine Frau lässt sich an einer Teststelle, die seit Beginn der Woche einen kostenlosen Schnelltest anbietet, auf das Coronavirus testen.
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Eine Frau lässt sich an einer Teststelle auf das Coronavirus testen.

Fürstenfeldbruck

Angebot wird gut angenommen: Testzentren machen weiter

  • vonStefan Reich
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Neue Woche, neue Situation: Mit Inkrafttreten der Bundesnotbremse ist im Landkreis Shoppen jenseits des täglichen Bedarfs auch mit negativem Corona-Test nicht mehr möglich. Doch die Testzentren machen weiter.

Fürstenfeldbruck – Neue Woche, neue Situation: Mit Inkrafttreten der Bundesnotbremse ist im Landkreis Shoppen jenseits des täglichen Bedarfs auch mit negativem Corona-Test nicht mehr möglich. Einer der bisher relevanten Gründe, sich ein aktuelles negatives Testergebnis bescheinigen zu lassen, entfällt also, solange die örtliche Sieben-Tages-Inzidenz über 150 liegt. Die Betreiber glauben dennoch, dass ihnen die Arbeit nicht ausgeht. „Wir werden wohl noch eine ganze Weile da sein“, sagt Andreas Rothenberger, der als Subunternehmer der „Schnelltestzentrum FFB GbR“ zwei Teststationen betreibt.

Am Hagebau

Vor zwei Wochen eröffnete er die Schnellteststation neben Hagebau, vor einer Woche kam die Station am Toom-Baumarkt dazu. „Bis Freitag haben wir dort zusammen 3500 Schnelltests durchgeführt“, berichtet Rothenberger. Zwei positive Ergebnisse seien darunter gewesen, die man vorschriftsmäßig ans Gesundheitsamt gemeldet habe.

Mit der Lage nahe der Bundesstraßen B2 und B471 werde das Angebot gerade am Hagebau-Markt auch von auswärtigen Kunden gerne angenommen. Das sei bislang kein Problem. Bis zu 800 Tests am Tag könne man an einer Station durchführen, maximal 500 waren es bisher. Auch Material sei genug da. Wer seinen Wohnsitz in Deutschland habe, könne sich kostenlos testen lassen, auch mehrmals die Woche. Pro Test erhalten Betreiber wie Rothenberger, eine Pauschale vom Freistaat, wenn sie von Öffentlichen Gesundheitsdienst beauftragt sind. „Wenn über Wochen nur noch zehn Leute kommen, rechnet sich das wohl nicht mehr“, sagt Rothenberger. Davon geht er aber nicht aus. Ein aktuelles negatives Testergebnis braucht man derzeit etwa für einen Besuch bei Friseur oder Fußpflege.

Die Kreis-Zentren

Auch in den Corona-Testzentren des Landkreises in Germering und Fürstenfeldbruck besteht das bisherige Angebot weiter. Dort sind sowohl Schnelltests als auch Abstriche zur PCR-Untersuchung im Labor möglich. Beides kostenlos, auch mehrmals in der Woche. Den Andrang könne man bislang gut bewältigen, sagt Thomas Rapp, Kreisgeschäftsführer der Malteser, die die beiden Zentren im Auftrag des Landratsamtes betreiben. Die Nachfrage sei seit Wochen konstant. Nur um die Osterfeiertage herum sei sie deutlich gestiegen.

Das Angebot der beiden Testzentren war ursprünglich vornehmlich für Landkreis-Bürger gedacht. Aber wenn mal ein paar Auswärtige vorbeikommen, ist das bisher kein Problem, sagt Rapp. „Es gibt schon Stoßzeiten am Vormittag. Aber mit mehr als zehn Minuten Wartezeit muss man nicht planen.“

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