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Sprunghafter Anstieg von Covid-Patienten: Kreisklinik verhängt Besuchsverbot

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Von: Thomas Steinhardt

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Das Klinikum in Fürstenfeldbruck.
Das Klinikum in Fürstenfeldbruck. © Weber

Die Corona-Lage in der Brucker Kreisklinik ist angespannt. Das Krankenhaus ergreift nun verschiedene Maßnahmen.

Fürstnfeldbruck - Zur Bewältigung der hohen Patientenzahlen werden planbare Eingriffe aufgeschoben und Personal umverteilt. Ab Mittwoch, 24. November, gilt im Klinikum ein Besuchsverbot. Das geht aus einer Mitteilung der Kreisklinik vom Dienstag hervor.

Stand 23. November befinden sich 20 zu behandelnde Personen auf der Covid-Isolierstation sowie sieben Patienten auf der Intensivstation, von denen alle beatmungspflichtig seien. In den vergangenen Tagen sei ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen gewesen.

Abflachen der Kurve nicht in Sicht

Ein Abflachen der Kurve und sinkende Patientenzahlen seien derzeit nicht in Sicht, da die Hospitalisierungen den Infektionszahlen in der Regel sieben bis zehn Tage hinterherhinken. Um die anhaltend hohen Fallzahlen bewältigen und alle Patienten versorgen zu können, werde das Personal der Isolier- und Intensivstation von Kollegen anderer Bereiche unterstützt. Dazu müssten planbare Behandlungen verschoben werden, heißt es in der Mitteilung

Aktuell können im Klinikum elf Intensivbetten betrieben werden, ein weiterer Intensivplatz kann kurzfristig bereitgestellt werden. Bisher mussten noch kein Covid-Patient verlegt werden.

Keine andere Möglichkeit

Angesichts dieser Rahmenbedingungen sieht sich die Klinikleitung gezwungen, ab sofort ein absolutes Besuchsverbot zu verhängen. Ausgenommen davon sind Angehörige von schwerstkranken, sterbenden Patienten (nach Rücksprache mit dem Stationsarzt unter 3G-Bedingungen) sowie Partner von werdenden Müttern (zur Geburt gilt 3G, nach der Geburt 2Gplus).

„Uns ist bewusst, dass das Besuchsverbot für die Patienten und ihre Angehörigen eine große Belastung darstellt, wir sehen jedoch im Moment keine andere Möglichkeit, auf die angespannte Lage zu reagieren“, so Vorstand Alfons Groitl.

„Da wir außerdem tagtäglich erleben, welche schweren Folgen eine Covid19-Erkrankung nach sich ziehen kann, appellieren wir an alle Mitbürger, sich impfen zu lassen“, ergänzt der Ärztliche Direktor Dr. Florian Weis. „Die Impfung kann zwar nicht jede Infektion verhindern, doch sie schützt in der Regel gut vor schweren Verläufen.“

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