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Applaus für Unternehmer, die Rockstars sind

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Michael Hagemann aus Eichenau, Inhaber einer Werbemittelagentur und seit vielen Jahrzehnten ehrenamtlich in verschiedenen Gremien der Wirtschaftswelt tätig, wurde mit seiner Frau Gertrud eine der beim Wirtschaftsempfang seltenen Auszeichnungen durch Landrat Thomas Karmasin zuteil. © Weber

Eine Verbesserung der Infrastruktur ist nach Ansicht von Landrat Thomas Karmasin nötig, um dem Fachkräftemangel Herr zu werden. Vor allem mehr günstige Wohnungen müssen her, sagte der Kreischef beim Wirtschaftsempfang des Landkreises.

Fürstenfeldbruck„Es ist ja nicht so, dass es die Fachkräfte generell nicht gäbe“, sagte Karmasin vor rund 200 Gästen aus der Wirtschaftswelt des Landkreises. „Sie sind nur nicht bei uns in der Region.“ Problematisch sei für viele die Anfahrt. In der MVV-Tarifreform sieht Karmasin aber nur einen ersten Schritt: „Wir brauchen auch eine bessere Vertaktung bei der S-Bahn.“

Zweites großes Problem in der Region sei der Mangel vor allem an günstigen Wohnungen. Diese versuche man mit der Wohnungsbaugesellschaft zu realisieren – „für die Mitarbeiter, die die Firmen dringend brauchen“. Aber das Bauen müsse erschwinglich bleiben. „Immer noch mehr Regularien und Vorschriften verteuern es nur.“

Beim „Jahrhundert-Projekt Fliegerhorst“ will der Kreischef trotzdem nicht wahllos einfach Wohnungen bauen. „Wir brauchen eine gesunde Mischung aus Wohnen und Arbeiten.“ Erfolg sei generell nur gemeinsam zu schaffen, sagte der Kreischef. „Deshalb haben wir diesen Empfang als Forum geschaffen, um sich auszutauschen.“

Und diesmal gab es sogar Tipps, was sich die Geschäftsleute von Rockstars abschauen können, um erfolgreich zu sein. Moderatorin und Mediencoach Sabine Altena hat bei ihrer Tätigkeit beim Funk und Fernsehen viel mit Rockstars zu tun. Dabei hat sie so einige Aspekte gefunden, die einen erfolgreichen Unternehmer ausmachen. „Sei glaubwürdig“, gab sie den Gästen mit auf den Weg. Und: „Sei auch mal mutig und schräg.“

Das habe zum Beispiel bei Vincent Furnier zum Erfolg geführt. Der US-Amerikaner ist den meisten wohl eher unter seinem Bühnennamen Alice Cooper bekannt. „Er hat viele Jahre Musik gemacht, der Erfolg stellte sich aber erst ein, als er auf der Bühne seine Horrorshows zeigte.“ Auch Udo Lindenberg war mutig. „In den 70ern war es total uncool, deutsch zu singen“, sagte Altena. „Aber Udo hat es durchgezogen.“ Der Rockstar liebe die Veränderung, also „das genaue Gegenteil von: Das haben wir schon immer so gemacht“.

Dieser Punkt hat Michael Kloyer jun. überzeugt. „Ich denke, dass es wichtig ist, um die Ecke zu denken“, sagte er zur Heimatzeitung. Seit 90 Jahren betreibt seine Familie eine Malerfirma in Gröbenzell. „Durch den Vater und Großvater wächst man in die Führungsschiene rein“, sagte Kloyer. Man müsse aber auch mal Dinge anders machen.

Von Bryan Adams kann man sich laut Altena abschauen, wie wichtig es ist, andere – also seine Mitarbeiter – stark zu machen. Der Kanadier holt in jedem Konzert einen Zuschauer auf die Bühne. „Dort macht er diese Person für diesen Abend groß“, sagte Altena. Der Effekt: „Die ganze Halle fühlt sich danach wie eine große Familie.“ Die Wertschätzung anderer ist laut Sabine Altena eine weitere Eigenschaft von Rockstars, die man sich als Unternehmer auf die Fahnen schreiben sollte.

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