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Nord-Süd-Route durch Innenstadt  

Arbeitskreis: OB bremst Radwege aus

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Mitglieder eines Arbeitskreises wollen Radfahrenin der Stadt attraktiver machen. Doch sie sehen sich von OB Erich Raff ausgebremst.

Fürstenfeldbruck – Vertreter mehrerer Parteien und der Vorsitzende des Verkehrsforums Thomas Brückner werfen Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) und der Stadtverwaltung vor, die Realisierung neuer Radwege zu vernachlässigen. Der stellvertretende Brucker SPD-Ortsvorsitzende Martin Haisch sagte am Freitagnachmittag bei einem Pressegespräch, im Rathaus werde nicht darüber nachgedacht, wie man den Radverkehr in der Stadt voranbringen könne. Er sprach von einer „Verhinderungspolitik“. Irene Weinberg (BBV) verwies auf das immer noch nicht realisierte Radleihsystem. „Es wird immer verzögert“, sagte sie. Eigentlich hätte sie von Raff erwartet, „dass er was anpackt“. Christian Stangl (Grüne) sagte, der Rathaus-Führung fehle die Motivation eines Klaus Pleils.

Seit mehr als einem Jahr beschäftigt sich ein überparteilicher Arbeitskreis unter dem Dach des Verkehrsforums mit Möglichkeiten, attraktive Fuß- und Radverbindungen abseits der Hauptverkehrsstraßen zu schaffen. Das Ziel ist, den Pkw-Verkehr in der Stadt zu verringern und mehr Menschen für das Fahrrad zu begeistern. „Viele Leute würden umsteigen, wenn es sicher und attraktiv wäre“, so Haisch.

Ein solcher Nord-Süd-Schleichweg verläuft nach Ansicht des Arbeitskreises von der Dachauer Straße zum Niederbronner Platz und von dort an St. Magdalena vorbei und über einen möglichen Amperübergang. Anschließend könnten Fußgänger oder Radfahrer durch den Innenhof der Kiener-Stiftung zur Münchner Straße gelangen, diese am Zebrastreifen queren und über den Stockmeierweg den Bahnhof erreichen. Laut dem Arbeitskreis gab es Vorgespräche und Ortstermine. Sowohl die Kiener-Stiftung als auch St. Magdalena stünden dem Vorhaben positiv gegenüber. Der Vorschlag liege dem Stadtbauamt seit Längerem vor und werde geprüft.

Die Mitglieder des Arbeitskreises sind nun sauer, weil hinter der Volksbank am Schulweg neue Gebäude entstehen, aber eine Verbreiterung des Weges nicht geplant ist. Brückner verweist in einem offenen Brief an Raff auf städtische Sanierungspläne der östlichen Innenstadt. „Es war stets das Ziel, alle Wege auch für Radfahrer durchgängig befahrbar zu machen.“ Wegen der Neubaumaßnahme am Schulweg sehe man „Bemühungen für eine radfreundliche Stadt ad absurdum geführt“.

Auslöser der Kritik ist die Sperrung des Niederbronnerweges und des Schulweges für Fahrradfahrer. Nach Einschätzung der Verwaltung ist der Schulweg zwischen der Volkshochschule und der Volksbank für einen gemeinsamen Fuß- und Radweg um 20 Zentimeter zu schmal. Außerdem sei das Gefälle auf einer Länge von 40 Metern zu stark (neun Prozent), um dort beide Verkehrsarten zu ermöglichen. Das geht aus einem Antwortschreiben von OB Raff an Brückner hervor, das dem Tagblatt vorliegt. Demnach habe auch der Grundstückseigentümer abgelehnt, der Stadt Grund für eine Verbreiterung des Weges abzutreten. Raff schreibt an Brückner: „Deshalb kann Ihr Vorhaben nicht realisiert werden.“

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