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Bereits im April war es zu einer Demo in der Innenstadt gekommen.

Hauptplatz wird gesperrt

Asyl-Demo am Samstag in der Brucker Innenstadt

  • Thomas Steinhardt
    VonThomas Steinhardt
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Unter dem Motto „Marsch für die Rechte der Geflüchteten“ findet an diesem Samstag, 3. November, ab 14 Uhr eine Demonstration in Fürstenfeldbruck statt. Die Innenstadt muss daher zeitweilig für den Verkehr gesperrt werden.

Fürstenfeldbruck - Die Demonstranten wollen sich um 14 Uhr an der Unterkunft an Fliegerhorst treffen. Dann wollen sie in die Innenstadt ziehen, um dort eine Kundgebung auf dem Hauptplatz abzuhalten, berichtete ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage am Mittwoch Vormittag. Die Dauer der Demonstration wurde mit rund vier Stunden angegeben, wobei da der Marsch vom Fliegerhorst in die Innenstadt schon eingerechnet sei. 

Von Germering her kommend kann man die B2 an jenem Samstagnachmittag bis zum Abzweig Schöngeisinger Straße befahren. Die Sperrung auf der anderen Seite der Innenstadt wird wohl am Abzweig Maisacher Straße errichtet. 

Wie viele Geflüchtete wirklich an der Aktion teilnehmen, sei schwierig einzuschätzen, sagte der Polizei-Sprecher. Man werde jedenfalls vor Ort sein. 

Nach Tagblatt-Informationen und wie teils auch aus dem Demo-Aufruf hervorgeht, stehen hinter der Aktion nicht nur Geflüchtete, sondern vor allem auch Einheimische aus dem politisch weit nach links orientierten Spektrum. Es gibt wohl Verbindungen zu den Organisatoren von so genannten Hunger-Camps.

Die Demonstranten wollen auf ihre Lage in der Unterkunft am Fliegerhorst aufmerksam machen. Sie fühlen sich in vielerlei Hinsicht schlecht oder ungerecht behandelt. Gerade Nigerianer würden benachteiligt.

Wie die Polizei am Freitag außerdem auf Nachfrage berichtete, haben die Beamten inzwischen diejenigen von den Demo-Veranstaltern im Aufruf vorgebrachten Vorwürfe, die strafrechtlicher Relevanz wären, überprüft. In Zusammenhang mit einem in diesem Zusammenhang verbreiteten Video müsse man wissen, dass die ursprüngliche Gewalt hier von einem Asylbewerber ausging. Er sei mit einer Eisenstange auf Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes losgegangen, die sich daraufhin zur Wehr gesetzt und den Angreifer festgehalten hätten. Dass außerdem ungeborene Zwillinge in der Einrichtung zu Tode gekommen seien, wie ein weiterer Vorwurf lautet,  entspreche ebenfalls nicht der Wahrheit. In Fürstenfeldbruck jedenfalls habe es einen solche Vorfall nicht gegeben, erklärte ein Sprecher. 

Zuletzt war es in der Unterkunft immer wieder zu Auseinandersetzungen und Tumulten gekommen. Die Polizei startete an einem Freitagabend eine gezielte Aktion, um Rädelsführer dingfest zu machen. (st)

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