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In Fürstenfeldbruck

Asyl-Einsatz: Zuspruch aus Bevölkerung für die Polizei

 Nach dem Protestzug von Asylbewerbern in der Innenstadt berichtet die Polizei von großem Zuspruch aus der Bevölkerung. Gleichzeitig laufen Ermittlungen über die Hintergründe der Geschehnisse. Ein Teil des Problems offenbar: Entzogene MVV-Ticktes.

Fürstenfeldbruck – Nach dem Einsatz in der Innenstadt gingen etliche Anrufe von Bürgern in der Inspektion ein, berichtete ein Sprecher . Viele Brucker wollten der Polizei beipflichten und positiven Zuspruch leisten, hieß es, nachdem die Beamten am Mittwoch einen Protestzug von rund 150 Flüchtlingen mit großem Einsatz ordnen hatten müssen.

Zu der Eskalation in der Unterkunft am Fliegerhorst war es zuvor gekommen, weil Flüchtlinge ihrem Unmut über ihre Lebensumstände kund tun wollten. Einer der Gründe dafür: Das Landratsamt hatte etwa 100 Flüchtlingen, die eigentlich ausreisepflichtig sind, Leistungen gestrichen. Dazu gehörten auch MVV-Tickets, die Fahrten im gesamten Verbundgebiet möglich machen, wie eine Sprecherin der Kreisbehörde auf Nachfrage erklärte. Diese MVV-Tickets bekommen zusätzlich zum Taschengeld (95 Euro im Monat) nur diejenigen Flüchtlinge, die sich in einer Erstaufnahmeeinrichtung wie etwa am Fliegerhorst. Nach einer Änderung im Sachleistungsprinzip werde das seit September 2017 so gehandhabt, erklärte die Sprecherin, wobei das Landratsamt diese Lösung der Regierung von Oberbayern nur umsetzt und letztlich auch sanktionieren darf. Die Flüchtlinge müssten allein schon aufgrund des Asylverfahrens mobil sein.

Dass den ausreisepflichtigen Flüchtlingen Leistungen wie die Tickets und das Taschengeld entzogen wurden, sei eine logische Folge der geltenden Regeln, sagte die Sprecherin der Kreisbehörde. Man habe hier wenig Ermessensspielraum.

Die Polizisten sind nun dabei, den Einsatz und die Umstände genau zu analysieren. Man müsse wissen, dass nur nur sehr wenige der Geflüchteten Ärger machten, sagte ein Sprecher.  st

Vor einiger Zeit war es schon einmal zu einer Flüchtlings-Demo, allerdings vor dem Fliegerhorst, gekommen. Im Vorfeld der Demo jetzt war immer wieder gewarnt worden, wie problematisch die Situation ist.


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