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Fürstenfeldbruck

Asyl-Kompromiss: Fursty-Unterkunft wird Dependance von Ankerzentrum

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Innenminister Joachim Herrmann (CSU) begrüßt den vom Brucker Stadtrat mitgetragenen Kompromiss im Streit um die Asyl-Erstaufnahme-Einrichtung am Brucker Fliegerhorst. Die Unterkunft werde nun zu einer Dependance der Anker-Einrichtung Oberbayern umgewidmet, so Herrmann.

Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck, der bereits bisher eine Erstaufnahmeeinrichtung war, werde in eine Dependance der Anker-Einrichtung Oberbayern umgewidmet, so das Innenministerium. Der Betrieb werde am 31. Dezember 2023 enden, eine höchstens zweimalige Verlängerung um ein Jahr sei nur einvernehmlich möglich. Darauf haben sich Innenminister Joachim Herrmann, der Fürstenfeldbrucker Landrat Thomas Karmasin und der Oberbürgermeister von Fürstenfeldbruck, Erich Raff, geeinigt, wie es in einer Erklärung des Innenministeriums heißt. „Es werden keine neuen behördlichen Einrichtungen geschaffen", erklärte Herrmann. Diese bleiben ausschließlich in Manching beziehungsweise werden dort ausgebaut. Für mehr Sicherheit der Anwohner und der Asylbewerber werde der Sicherheitsdienst bedarfsgerecht erhöht.  Herrmann wörtlich in einer Erklärung des Innenministeriums: „Fest steht: Der Fliegerhorst Fürstenfeldbruck wird weiter als Dependance und nicht als selbständige Einrichtung genutzt werden." 

Der Stadtrat von Fürstenfeldbruck habe einer entsprechenden gemeinsamen Erklärung am 24. Juli zu gestimmt. Für Herrmann hat dies eine äußerst positive Signalwirkung: „Ich danke Landkreis und Stadt Fürstenfeldbruck, dass wir mit der Unterstützung durch den Stadtrat eindeutig ein klares ‚Ja’ zu Art und Dauer der künftigen Nutzung des Fliegerhorsts Fürstenfeldbruck bekommen haben.“ Herrmann nannte die Vereinbarung, die Kapazität von ursprünglich 1600 auf maximal 1000 Personen zu begrenzen, einen ausgewogenen Kompromiss. Im Moment seien dort mit Stand Ende Juli rund 1000 Asylbewerber untergebracht. Darüber hinaus solle auf eine ausgewogene Belegung der Dependance hinsichtlich Nationalität und Bleibeperspektive geachtet werden. So lange die Dependance im Fliegerhorst betrieben werde, soll die Belegung der beiden nahe gelegenen Dezentralen Unterkünfte in Fürstenfeldbruck im Laufe des kommenden Jahres von 182 um 70 Plätze auf 112 reduziert werden, so Herrmann. „Der Freistaat sichert außerdem zu, 14 Flüchtlings- und Integrationsberater im Landkreis Fürstenfeldbruck heuer und in 2019 in vollem Umfang zu fördern“, sagte Herrmann.

Landrat Thomas Karmasin bestätigte am Donnerstagvormittag gegenüber dem Tagblatt, dass er den Kompromiss mittrage. Ihm sei zugesagt worden, dass die in der Unterkunft am Hardtanger in Bruck wegfallenden Plätze (die Unterkunft wird vom Landkreis betrieben, nicht von der Regierung) nicht ersetzt werden müssten. Von daher werde die Quotenregelung von dem Kompromiss nicht tangiert. Karmasin, der den genauen Text des Kompromisses am Mittwochabend erhielt: „Auf den ersten Blick passt die Vereinbarung.“ Ihr Inhalt unterscheide sich im Übrigen  - außer in der Causa Hardtanger - nicht von den vorher besprochenen Vereinbarung.

Bereits seit Ende vergangenen Jahres wurden immer wieder Asylbewerber aus Manching nach Fürstenfeldbruck verlegt.

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