Aufregung in Fürstenfeldbruck

Nach massivem Flüchtlings-Protest: Abgeordneter wendet sich an Staatsregierung

  • Thomas Steinhardt
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Nach dem Protest von Asylbewerbern in der Brucker Innenstadt hat sich der SPD-Landtagsabgeordnete Herbert Kränzlein aus Eichenau an die Staatsregierung gewandt.

Fürstenfeldbruck/Scheuring - Unter anderem möchte er wissen, wie hoch der Anteil in der Unterkunft am Fliegerhorst an alleinreisenden Männern ist, warum Flüchtlinge aus Manching nach Bruck verlegt wurden, wie viele der Untergebrachten kein Bleiberecht haben, wie lange die Unterkunft bleiben soll, wie die Streichung von Leistungen bewertet wird und wie die Sicherheitskräfte entlastet werden sollen. Für die AfD verurteilt die Landtagskandidatin für den Stimmkreis-West, Edeltraut Schwarz aus Scheuring (Kreis Landsberg), den Vorfall scharf. 

Aktionen dieser Art seien geeignet, die Stabilität des gesellschaftlichen Lebens nachhaltig zu schädigen, schreibt sie. „Deshalb sind wir nicht bereit, diese Rechtsverstöße weiterhin zu dulden.“ Sie fordert unter anderem, dass Asylbewerber, die Straftaten begehen, ihren Status sofort verlieren sollen sowie die Inhaftierung von Flüchtlingen, die Passanten oder Polizisten angegriffen haben. Wessen Abschiebung nicht möglich ist, müsse dann auch inhaftiert bleiben. 

Am Mittwoch war es zu Protesten von Flüchtlingen in der Brucker Innenstadt gekommen. Die Flüchtlinge, so lautet einer der Vorwürfe, hätten dabei Absprachen nicht eingehalten. Brucks OB Raff sagte später dem Online-Nachrichtendienst focus.de, dass er „sowas“ nicht nochmal genehmigen würde.

Rubriklistenbild: © Weber

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