Olchinger Flüchtlinge nach Bruck verlegt

Asylcontainer in Hasenheide wieder belegt

Fürstenfeldbruck – Flüchtlinge aus Olching sind in die Brucker Hasenheide umgezogen. Der Stadtrat ist unzufrieden. Er fürchtet einen zusätzlichen Engpaß bei der Kinderbetreuung.

Die Asylbewerber, darunter auch Familien mit Kindern, waren bislang im Hotel Mühlbach in Olching untergebracht. Nach der Aufgabe der Unterkunft sind einige nun in Container in der Hasenheide umgezogen. Der Umzug war Thema im Stadtrat. Den Räten machte vor allem die Tatsache Sorgen, dass auch Kindergarten- und Schulkinder nach Bruck kommen. Denn die Situation bei den Betreuungseinrichtungen und den Schulen der Stadt ist relativ angespannt.

Man werde gewissermaßen vor vollendete Tatsachen gestellt, sagte der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU). Einige Stadträte erinnerten daran, dass das Landratsamt eigentlich zugesagt hatte, die Containersiedlung am Hardtanger aufzulösen, sobald der dortige Festbau kommt. Dieser steht seit rund einem Jahr.

Die Kreisbehörde erklärt, warum das Hotel am Mühlbach als Flüchtlingsunterkunft aufgegeben worden sei. Es sei zu teuer und zu schlecht zu handhaben gewesen. Unter anderem mussten die Bewohner von einem Caterer versorgt werden. Einige der Mühlbach-Flüchtlinge seien landkreisweit verteilt worden, einige seien nach Bruck gekommen. Allerdings habe Bruck damit nicht mehr Flüchtlinge als vor der Renovierung der Containeranlage am Hardtanger. Das Landratsamt könne ja keinen Leerstand vorhalten.

Dass es einst die Übereinkunft gab, nach Fertigstellung des Hauses am Hardtanger die Container abzubauen, bestätigt die Sprecherin des Landratsamtes. Die Unterbringungsnot im Jahr 2015 sei aber so groß gewesen, dass man unmöglich Container hätte abbauen können. Mit der Stadt sei Ende 2015 vereinbart worden, dass die Anlage bis zum 31. Dezember 2019 stehen bleiben darf (baurechtliche Duldung). In den Containern lebten derzeit acht Kinder mit Anspruch auf Kita-Plätze und drei Kinder jünger als ein Jahr.

Die Kosten für Kita-Plätze seien schwer zu benennen. Ganz allgemein werden die so genannten Förderfähigen Kosten je zur Hälfte von Freistaat und Stadt bezahlt. Dies sei in der Regel nicht ausreichend, daher würden Elternbeiträge verlangt. Wer arm ist und sich diesen Beitrag nicht leisten kann, kann einen Antrag auf Übernahme beim Jugendamt stellen.

Die Stadt bietet Betreuungsplätze in Form von Kinderkrippen, in Kindergärten und in Schülerhorten an. Diese Plätze werden von der Stadt und von freigemeinnützigen Trägern bereitgestellt. Basierend auf den Abrechnungen des Kalenderjahres 2014 betragen die Kosten für die Stadt Fürstenfeldbruck für einen Betreuungsplatz im Durchschnitt rund 2400 Euro pro Jahr, wie die Stadt auf Nachfrage berichtet.

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