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Die Polizei musste mit einem massiven Aufgebot anrücken, um die Situation zu beruhigen. 

Erstaufnahme am Brucker Fliegerhorst

Sieben Verletzte bei Attacke auf Sicherheitsleute in Asyl-Unterkunft

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Bei tumultartigen Szenen sind am Freitagvormittag sieben Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes in der Asylunterkunft am Brucker Fliegerhorst verletzt worden. Es kam zu einem massiven Polizeieinsatz.

Fürstenfeldbruck –   Ersten Erkenntnissen zufolge eskalierte die Lage in der Unterkunft bei der Essensausgabe am Freitag. Ein Nigerianer rastete nach einem verbalen Streit völlig aus. Er schlug laut Polizei mit Fäusten und Mülltonnendeckeln auf drei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ein. Außerdem bedrohte er sie mit einer Eisenstange. Der 26-Jährige flüchtete, die Sicherheitsleute verfolgten ihn, um ihn zu beruhigen. 30 bis 40 Nigerianer machten dann aber ihrerseits in den Fursty-Fluren regelrecht Jagd auf die Security-Leute. 

Einer der Sicherheitskräfte wurde nach Tagblatt-Informationen von einer Eisenstange von hinten am Kopf getroffen. Dabei stürzte er eine Treppe hinab und verletzte sich dabei wohl auch am Bein. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und muss stationär versorgt werden. Sechs weitere Mitarbeiter erlitten leichte Verletzungen, die laut Polizei ambulant versorgt wurden. Im Zuge der Tumulte sei es auch zu Sachbeschädigungen an Fensterscheiben und Türen gekommen, so die Regierung. Eine als äußerst rabiat beschriebene 22-Jährige aus der Asylbewerbergruppe, die ein Kind bei sich hatte, habe außerdem versucht, nach einem Polizisten zu schlagen. Dieser konnte aber ausweichen. 

Die Polizei, mit massivem Aufgebot zu der Unterkunft am Fürstenfeldbrucker Fliegerhorst angerückt, beruhigte die Situation . Leider sei es wieder zu einem Solidarisierungseffekt unter den Geflüchteten gekommen, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Situation sei eskaliert, es seien auch „Werkzeuge“ im Spiel gewesen – sprich: die Auseinandersetzung wurde nicht nur mit Fäusten ausgetragen, sondern auch mit Gegenständen. 

Die 22-Jährige, ein weiterer Nigerianer (19) und der 26-Jährigen seien vorläufig festgenommen worden, berichtet die Polizei. Die Staatsanwaltschaft prüfe einen Haftantrag gegen den 26-Jährigen. Die Regierung stockte am Freitag den Sicherheitsdienst auf.

Seit Ende vergangenen Jahres kommt es in der Unterkunft immerwieder zu Unruhen, einmal schwärmten rund 200 Geflüchtete sogar zu einer Demo in die Innenstadt aus, nach der die Polizei viel Zuspruch bekam.

 Konflikte entstehen auch deshalb, weil gerade die Nigerianer praktisch kaum eine Chance auf Bleiberecht haben. Die Enge der Verhältnisse, die große Belegungszahl der Unterkunft, die Qualität des Essens und die Streichung von Zuwendungen wurden auch immer wieder als Gründe für Konflikte genannt.(st)

Eindrücke vom Leben in der Unterkunft aus dem Jahr 2015. Die Umwandlung der Einrichtung in eine Kurzaufnahme hatte der Stadtrat abgelehnt.

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