Vielfach engagiert ist Franz Höfelsauer. Neben seiner Arbeit für die Kreishandwerkerschaft sitzt er auch noch im Brucker Stadtrat und im Kreistag.
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Vielfach engagiert ist Franz Höfelsauer. Neben seiner Arbeit für die Kreishandwerkerschaft sitzt er auch noch im Brucker Stadtrat und im Kreistag.

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Auch mit 70 noch ein unermüdlicher Arbeiter

  • VonDieter Metzler
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Er ist das Gesicht des Handwerks in Fürstenfeldbruck. Franz Höfelsauer hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gewerbe in Stadt und Landkreis zu fördern. Jetzt feiert der Kreishandwerksmeister seinen 70. Geburtstag. Einen Gang zurückschalten kommt für ihn aber nicht in Frage.

Fürstenfeldbruck – Franz Höfelsauer sitzt im Stadtrat und Kreistag, ist Kreishandwerksmeister und steht dem Brucker Gewerbeverband vor – er ist so etwas wie der Tausendsassa der Brucker Handwerkswelt. Und das mit jetzt 70 Jahren. Heute feiert Höfelsauer Geburtstag. Der gelernte Bäcker- und Konditormeister fühlt sich nach eigenem Bekunden „fit wie ein Turnschuh“, und zählt aufgrund seines politischen und ehrenamtlichen Engagements längst zur Brucker Lokal-Prominenz.

Von frühester Jugend an wollte Höfelsauer Konditor werden. Doch im weiten Umkreis seiner Heimatstadt Braunau am Inn gab es keine Lehrstelle. So erlernte er das Bäcker-Handwerk in Simbach am Inn. Wegen guter Leistungen erhielt er bereits nach zwei Jahren seinen Gesellenbrief. Doch um auch noch Konditor zu werden, verließ er Braunau und zog nach München.

Als Bäcker- und Konditormeister und seit 1976 frisch verheiratet mit seiner aus Lochhausen stammenden Renate machte sich Höfelsauer 1982 selbständig und eröffnete seinen ersten Laden in der Landsberger Straße. Es folgten Filialen Am Sulzbogen und in der Feuerhausstraße und sogar in Egenhofen und Überacker. Mit der Aufgabe des Hauptgeschäfts zog sich Höfelsauer aber nicht gänzlich vom Handwerk zurück. In der Backstube von Bücherl/Reicherzer erfüllte er weiter die Voraussetzungen, die für das Ehrenamt als Kreishandwerksmeister gelten.

Auch beim Brucker Gewerbeverband, dem Höfelsauer seit 2015 vorsteht, will der nimmermüde Funktionär im Herbst noch einmal für eine Legislaturperiode von drei Jahren antreten. Als Referent für Gewerbe- und Mittelstand gehört das langjährige CSU-Mitglied bereits in der fünften Legislaturperiode dem Brucker Stadtrat an und seit 2014 auch dem Kreistag.

Wohl einmalig in der Geschichte der Brucker Kreishandwerkerschaft war die Wahl eines Ehrenkreishandwerksmeisters zum Kreishandwerksmeister. Höfelsauer, der das Amt bereits von 2004 bis 2014 ausgeübt hatte, erklärte sich bereit, die Geschicke der Brucker Kreishandwerkerschaft noch einmal in die Hände zu nehmen, nachdem sich Harald Volkwein 2019 nicht mehr zur Wahl stellte. Seinen erneuten Antritt begründete Höfelsauer damit, dass er den Bestand der Innungen sichern und sie zukunftsweisend aufstellen wollte.

Von Beginn seiner Selbstständigkeit an war Höfelsauer überzeugtes Innungsmitglied. Er setzte sich stets für die Belange der Bäcker und den Mittelstand. Sein Weg in der Innung und der Kreishandwerkerschaft war damit vorgezeichnet. Nach sechs Jahren als stellvertretender Obermeister wurde er schließlich 1994 zum Obermeister gewählt und zugleich als Stellvertreter des Kreishandwerksmeisters. Es lag auf der Hand, dass Höfelsauer deshalb auch zum Gründungsmitglied der im gleichen Jahr gegründeten Brucker Land Solidargemeinschaft zählte.

Keiner kennt die Organisationen und Abläufe der Brucker Innungen und der Kreishandwerkerschaft so gut wie Höfelsauer. Auch nach seinem ersten Ausscheiden als Kreishandwerksmeister war er nicht wirklich weg. Zunächst als Öffentlichkeitsbeauftragter, dann, nach dem Tod von Geschäftsführerin Jutta Sellin als Büroleiter, war er als unermüdlicher Repräsentant für das Handwerk sowohl innerbetrieblich wie auch in der Außendarstellung im Einsatz. Ein Einsatzwille, den er auch mit 70 noch zeigt.

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