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Die beiden Stimmkreise der Region Fürstenfeldbruck

Wahl zum Landtag: Das sind die Bewerber aus der Region Fürstenfeldbruck

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Im Herbst 2018 steht die Wahl zum bayerischen Landtag an. In der Region Fürstenfeldbruck dürfen Wähler im zwei Stimmkreisen abstimmen. Die Wahl wird eine Zäsur mit sich bringen, da bei einigen Parteien ein Generationswechsel ansteht: Neue Gesichter werden auftauchen.

Bei derletzten Landtagswahl im Jahr 2013 kehrte die CSU fast zu alter Stärke zurück. Mit Spannung blicken Beobachter nun auf den Ausgang im Herbst 2018 und auf die Frage, wie die Christsozialen diesmal abschneiden und welche Ergebnisse die anderen Parteien erzielen.

Das Ergebnis der Wahl 2013

Für die Region Fürstenfeldbruck stehen einschneidende personelle Änderungen an: So endet bei der CSU die Ära Reinhold Bocklet, derzeit 1. Landtagsvizepräsident. Er wird nicht mehr als Direktkandidat antreten. Allerdings liegt ihm das Angebot der Oberbayern-CSU vor, auf der Liste zu kandidieren. Ob er das tut, will Reinhold Bocklet erst entscheiden. Sicher nicht mehr im Landtag vertreten sein wird die langjährige SPD-Abgeordnete aus Jesenwang, Kathrin Sonnenholzner. Die Tochter des früheren Münchner OB, Hans-Jochen Vogel, hat angekündigt, sich aus der Landespolitik zurück zu ziehen.

Ebenfalls nicht mehr antreten wird Herbert Kränzlein (SPD). Der frühere Bürgermeister von Puchheim war bei der zurück liegenden Landtagswahl erstmals ins Gremium eingezogen. 

Der Stimmkreis Fürstenfeldbruck-Ost

Im Vorfeld der Wahl kommt es nun bei der CSU, aber auch bei der SPD, zu einem internen Ausleseverfahren. Bei der CSU bewerben sich vier Kandidaten um die Nachfolge im Direktmandat, das bislang Reinhold Bocklet inne hat. Es sind dies Gabriele Dietrich (51) aus Egenhofen, Andreas Hörl (41) aus Olching, Benjamin Miskowitsch (33) aus Mammendorf und Oliver Simon (39) aus Germering. Dieter Rubenbauer aus Gröbenzell hat seine interne Bewerbung kurz vor Weihnachten zurück gezogen.  

Gabriele Dietrich ist Fachanwältin für Miet- und Eigentums-Recht, sitzt im Gemeinderat Egenhofen, ist Ortsvorsitzende der CSU Egenhofen und stellvertretende Kreisvorsitzende der CSU Fürstenfeldbruck. Andreas Hörl ist in Olching als Stadtrat und hier als
Volksfest-Referent engagiert. Der Diplom-Verwaltungswirt arbeitet als Polizeibeamter, weshalb sein Schwerpunkt auf dem Themenfeld Innere Sicherheit liegt. Miskowitsch  gehört dem Mammendorfer  Gemeinderat und dem Kreistag an. Er engagiert sich als Rettungsschwimmer und ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Er verantwortet die Regionalausgabe des Kreisboten. Dieter Rubenbauer war früher Bürgermeister in Gröbenzell. Er ist von Beruf Diplom- Ingenieur. Im Kreistag ist er Referent für Abfallwirtschaft. Außerdem ist er der Vize- CSU-Kreisvorsitzender. 

Oliver Simon ist als Rechtsanwalt Partner in einer mittelständischen Kanzlei sowie Lehrbeauftragter an einer privaten FH. In der Kommunalpolitik ist er seit über zwölf Jahren aktiv, seit 2014 als ehrenamtlicher Stadtrat in Germering. Dort ist er auch CSU-Ortsvorsitzender.

Die CSU plant zwei moderierte Vorstellungsrunden am 11. und am 18. Januar.  Die eigentliche Nominierung der Direkt-Kandidaten für Landtag und (auch für den) Bezirkstag soll am 2.Februar  (Lichtmess) in Mammendorf stattfinden.

Peter Falk tritt für die SPD im Ostkreis an.

Bei der SPD tritt Peter Falk an. Er setzte sich intern gegen Jürgen Cullmann aus Mammendorf, Philipp Heimerl aus Fürstenfeldbruck und Christoph Maier durch. Cullmann hatte sich bereits einmal erfolglos um ein Mandat im Europaparlament beworben. Peter Falk gehört dem Gröbenzeller Gemeinderat an und ist im Brucker Kreistag der Frontmann der SPD. 

Falk leitet auch den Rechnungsprüfungsausschuss des Kreistags. Falk hatte sich bereits mehrfach für politische Mandate beworben. Einst scheiterte er nur knapp am Einzug in den Bundestag. Philipp Heimerl gehört dem Brucker Stadtrat an. Bei der Wahl zum OB im Frühjahr unterlag er. Heimerl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des SPD-Landtagsabgeordneten Herbert Kränzlein.

Ulrich Bode

Für die FDP im Stimmkreis Bruck Ost hat Ulrich Bode seinen Hut in den Ring geworfen. Er vertritt seine Partei seit vielen Jahren auch im Brucker Kreistag, wo er das Amt des IT-Referenten inne hat.

Martin Runge

Im Stimmkreis Bruck-Ost möchte außerdem der Gröbenzeller Martin Runge (Grüne) wieder in den Landtag einziehen. Runge war bei der zurückliegenden Wahl überraschend aus dem Landtag geflogen, rückte nach der Bundestagswahl aber nach, da Margarete Bause in den Bundestag nach Berlin gewählt wurde. Runge ist auch zweiter Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Gröbenzell. Im Frühjahr hatte er für das Amt des OB in Fürstenfeldbruck kandidiert, unterlag dabei aber knapp seinem CSU-Kontrahenten Erich Raff.

Der Stimmkreis Fürstenfeldbruck-Ost (Stimmkreis 117) umfasst die Große Kreisstadt Germering und die Gemeinden Adelshofen, Alling, Althegnenberg, Egenhofen, Eichenau, Emmering, Gröbenzell, Hattenhofen, Jesenwang, Landsberied, Maisach, Mammendorf, Mittelstetten, Oberschweinbach, Olching, Puchheim des Landkreises Fürstenfeldbruck. Wahlberechtigt waren bei der Landtagswahl 2013 117.378 Einwohner.

Die Freien Wählerschicken Hans Friedl aus Alling ins Rennen um das Direktmandat. 

Hans Friedl tritt für die FW an.

Der Stimmkreis Fürstenfeldbruck-West/Landsberg

Für die CSU im Stimmkreis Fürstenfeldbruck-West/Landsberg tritt Alexander Dorow erneut an. Er hatte das Direktmandat in Nachfolge Thomas Goppels bei der vorvergangenen Landtagswahl geholt. Ähnlich wie jetzt im Ost-Kreis musste sich der frühere BR-Sprecher damals erst parteiintern gegen andere Bewerber durchsetzen. 

Gabriele Triebel

Für die Grünen geht Gabriele Triebel im Stimmkreis Bruck-West/Landsberg ins Rennen.

Georg Stockinger

Im Stimmkreis Bruck-West/Landsberg tritt außerdem Christian Winklmeier (26) aus Gilching für die SPD an.Für die FDP bewirbt sich Ulla Schäfer. Für die Freien Wähler hat Georg Stockinger seinen Hut in den Ring geworfen. Der frühere Kiesunternehmer gehört dem Brucker Stadtrat und dem Kreistag an und hat mehrere (erfolglose) Kandidaturen hinter sich. Unter anderem hatte er sich als Landrat und als OB beworben. 

Christian Winklmeier

Der Stimmkreis Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck-West (Stimmkreis 119) umfasst den Landkreis Landsberg am Lech sowie die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck und die Gemeinden Grafrath, Kottgeisering, Moorenweis, Schöngeising, Türkenfeld des Landkreises Fürstenfeldbruck. Wahlberechtigt waren bei der Landtagswahl 2013 123.048 Einwohner.

Als offen gilt im Moment, wen die AfD in den beiden Stimmkreisen ins Rennen schickt. Auch bei den Freien Wähler stehen Entscheidungen noch aus.

Bei der Landtags-Wahl hat jeder Wähler zwei Stimmen:  die Erst-Stimme und die Zweit-Stimme. Man bekommt dafür zwei Stimmzettel Auf jeden Stimmzettel ist ein Kreuz zulässig. Mit der Erst-Stimme wählt man den Stimmkreis-Abgeordneten, also den Direkt-Abgeordneten. Mit der Zweit-Stimme wählt man eine Person von der Partei-Liste. Ob jemand in den Landtag kommt, hängt also auch von der Zahl der Stimmen ab, die er auf der Liste bekam. Damit ist nicht allein die von der Partei vorgenommene Reihung entscheidend. Neben den beiden Brucker Stimmkreisen gibt es 88 weitere in Bayern.

 

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