Messer-Mann ersticht Frau mitten auf der Straße - Täter auf der Flucht

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Karotten in der Kiste sollen Biber anlocken.

Auf Stadtwerke-Areal

Aufregung um Biberfalle an der Amperoase

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Eine Biberfalle bei der Amperoase der Stadtwerke sorgt für Ärger. Anke Simon (52) vom Bund Naturschutz ist überzeugt: Die Falle dort aufzustellen ist völlig unangemessen. Das Landratsamt aber hat sie genehmigt.

Fürstenfeldbruck– Anke Simon beobachtet die Biber, die an einem Weiher in der Nähe der Amperoase wohnen, schon länger. „Es handelt sich wohl um ein junges Geschwisterpärchen, das ein Revier aufbauen will. Sie sind seit mindestens neun Monaten hier.“ Würden die Biber gefangen, würden sie getötet“, erklärt Simon. Sie betont: „Für den Umgang mit Bibern gibt es klare Regeln.“ Eine Entnahme sei der letzte Schritt. Dazu brauche es eine amtliche Genehmigung, die nur bei erheblichem Schaden erteilt werden dürfe.

Simon sieht die Voraussetzungen dafür nicht gegeben. „Es müsste ein erheblicher Schaden vorliegen, zum Beispiel ein drohender Dammbruch. Ein paar abgeknabberte Äste reichen nicht aus. Die wachsen nach.“ Die Abholzung an der Amperoase sei unnötig gewesen. Simon sieht darin eher den Versuch, die Biber zu vertreiben.

Anke Simon fordert drei bis vier Biberberater fürs Landratsamt

Auch Günter Setzke (78), Biberbeauftragter des Landkreises, hält nichts von Biberfallen. „Biber bekommen alle drei Jahre Junge. Dann werden die alten Kinder von den Eltern aus dem Revier vertrieben und müssen sich selbst eine Unterkunft suchen.“ Die Reviere seinen bereits alle vergeben. Auf lange Leerstände bräuchte man deswegen nicht hoffen. „Besser wäre es, präventiv zu arbeiten.“ Durch Zäune und Baumumwicklungen sei das leicht möglich.

Die Entscheidung über das Aufstellen von Biberfallen liegt letztlich bei der Unteren Naturschutzbehörde. Das Landratsamt gibt als Gründe für die geplante Entnahme Kot an und außerdem, dass die Biber Holz ins Becken transportiert hätten. Daher sei die Genehmigung erteilt worden.

Anke Simon hält das für nicht korrekt: „Biberkot besteht zu dieser Jahreszeit vor allem aus Holzspänen. Das ist leicht entfernbar. Babykot ist da deutlich schlimmer.“

Sie kritisiert in diesem Zusammenhang die knappe Personalausstattung. „Wir bräuchten drei bis vier Biberberater.“ Die Behörde sei überlastet. „Es kann nicht sein, dass diese Entscheidungen alle an einer Person hängen bleiben. Andere Landkreise sind da besser aufgestellt“, sagt Simon. Die Stadtwerke wollen sich erst heute äußern.

von Christian Masengarb

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