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Umrahmt von einer beeindruckenden Lichtinstallation sang der Bach-Chor begleitet vom Orchester das „Magnificat“. Zur Aufführung kamen Fassungen von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach. 

In Fürstenfeld

Bach-Chor fesselt mit Musik und Lichtkunst

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Zusammen mit professionellen Musikern und Lichtkünstlern hat der Bach-Chor Fürstenfeldbruck Vertonungen des „Magnificat“ auf die Bühne des Stadtsaals gebracht. Die Aufführung der Werke von Vater und Sohn Bach war ein wahrhaft gigantisches Musikereignis.

Fürstenfeldbruck – „Magnificat“, der Lobgesang Marias aus dem Lukasevangelium, gehört zu den meist vertonten, meist gesungenen und meist gehörten Bibeltexten. Auch Johann Sebastian Bach und sein Sohn Carl Philipp Emanuel schufen je ein eigenes Werk zu den eindringlichen Zeilen. Der Bach-Chor und sein Orchester machten daraus gemeinsam mit den Solisten Monika Mauch (Sopran), Ulrike Malotta (Alt), Michael Mogl (Tenor) und Sebastian Myrus (Bass) unter der Leitung von Gerd Guglhör ein wahrhaft gigantisches Musikereignis.

Zur Einstimmung erklang von der Bühne des voll besetzten Stadtsaals ein adventlicher Dauerbrenner in Gestalt der Eingangskantate aus Vater Bachs Weihnachtsoratorium. „Jauchzet, frohlocket“, intonierte der Chor mit Inbrunst, während sich die beiden Worte als Lichtinstallation über die Wände bewegten.

Georg Trenz und Detlef Hartung, als kongeniales Duo nicht nur im Landkreis wohlbekannt, bereicherten zur Feier ihrer 20-jährigen Zusammenarbeit das Konzert mit ihrer faszinierenden Lichtkunst. Typografische Elemente wirbelten und wogten, verdichteten sich und strebten wieder auseinander, fesselten mit einer perfekt auf die Musik abgestimmten Choreografie.

Vier von Johann Sebastian Bachs 20 Kindern betätigten sich wie der Vater kompositorisch und schlugen eine Musikerkarriere ein. Carl Philipp Emanuel Bach bewarb sich mit seinem „Magnificat“ erfolgreich um den Posten des Musikdirektors der Stadt Hamburg. Die Uraufführung des Werkes im Jahr 1750 in der Leipziger Thomaskirche erlebte der bereits schwerkranke Vater noch mit, bevor er wenig später starb. Ob er sich geschmeichelt fühlte, weil der Sohn sich stellenweise fast tongleich bei seiner eigenen, 1723 entstandenen gleichnamigen Komposition bediente, ist nicht überliefert. Trotz dieser Parallelen liegen Welten zwischen den Werken – hier der schreitende, getaktete Klang des Barock, dort der empfindsame, galante Stil, der bereits den Weg zur Klassik weist.

Chor und Orchester fühlten sich offenkundig in beiden Welten zu Hause und meisterten die zahlreichen Koloraturen und Modulationen gerade des jüngeren Werkes mit Bravour. Ein phasenweise wie unter Strom agierender Gerd Guglhör führte seine Sänger und Musiker präzise durch das zweistündige Konzert und ließ sich durch den leidenschaftlichen Schlussapplaus – der für die Laien heftiger ausfiel als für die Profis – sogar zu einer Zugabe hinreißen. Spontan wiederholten Chor und Orchester den ersten Satz aus dem „Magnificat“ des jüngeren Bach. Zurück blieben strahlende Gesichter – im Saal und auf der Bühne.

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