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Bach-Chor: Konzert dank Licht-Projektionen ein Hingucker

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Von: Ulrike Osman

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Ein Hör- und Seherlebnis: Lichtinstallationen wie hier beim Ave Maria werden die Künstler Georg Trenz und Detlef Hartung zum Gesang des Bach-Chores an die Wände des Stadtsaals zaubern. © Bach-Chor

Auf Weihnachtseinkäufe können sich die Mitglieder des Bach-Chors in diesen Tagen wohl kaum konzentrieren. Sie müssen schwere Chorliteratur einstudieren, Koloraturen, Modulationen und extreme Tonlagen proben.

Fürstenfeldbruck – Am Samstag, 8. Dezember (19 Uhr), wollen sie unter der Leitung von Gerd Guglhör gemeinsam mit dem Bach-Orchester und vier Solisten das Publikum im Stadtsaal mit einem fulminanten Konzerterlebnis begeistern.

Auf dem Programm steht der Komponist, dem Chor und Orchester sich schon mit ihrem Namen verschrieben haben. Besser gesagt, die Komponistenfamilie. Gugl-hör spricht liebevoll von „den Bächen“. In diesem Fall sind es Johann Sebastian und sein Sohn Carl Philipp Emanuel. Beide haben Vertonungen des „Magnificat“ – des Lobgesangs der Maria aus dem Lukasevangelium – geschaffen, die an diesem Abend zu hören sein werden.

„Für das Brucker Ensemble bot sich das groß besetzte Magnificat von Carl Philipp Emanuel Bach als bestens geeignet an“, schwärmt Guglhör. „Und dass wir das Magnificat des Vaters zum Vergleich heranziehen, liegt nahe.“ Der Zuhörer könne hier wunderbar die Weiterentwicklung der Kompositionstechniken nachvollziehen. Den Auftakt bildet die erste Kantate aus Vater Bachs Weihnachtsoratorium. Auch diese Wahl liegt für Guglhör auf der Hand. „Es gibt in der ganzen Musikgeschichte keine vergleichbare Komposition für die Charakterisierung des weihnachtlichen Mysteriums.“ Als Solisten werden Monika Mauch (Sopran), Ulrike Malotta (Alt), Michael Mogl (Tenor) und Sebastian Myrus (Bass) auf der Bühne stehen.

Das Konzert wird keine rein akustische Veranstaltung. Als besonderes Highlight hat der Bach-Chor die beiden Lichtkünstler Georg Trenz und Detlef Hartung verpflichtet. Mit typografischen Elementen und weißem Licht werden sie einzelne Sequenzen des Konzerts optisch untermalen. Geplant sind sowohl statische als auch animierte Licht-Text-Projektionen. „Die Lichtinstallation wird die Hörerfahrung und Wahrnehmung des musikalischen Inhalts steigern“, verspricht Guglhör.

Er feilt inzwischen mit dem Chor an den letzten Details der schwierigen Werke. Vor allem die Komposition des Bach-Sohns hat es in sich, allein die Schluss-Doppelfuge umfasst laut Guglhör 250 Takte. „Technisch ist der Chorpart sehr schwer“, sagt der 66-Jährige. „Ein sehr hoher Probenaufwand ist erforderlich.“

Das „Magnificat“ des Vaters hat der Chor zwar vor Jahren schon einmal gesungen, doch auch dieses stelle technisch und musikalisch hohe Anforderungen. „Das muss man in die Gurgel bekommen“, sagt der Experte für Stimmbildung. Er fordert bewusst viel von seinen Sängern, während des Auftritts soll keiner überlegen müssen, welcher Ton als nächstes kommt. „Sonst ist es schon rum ums Eck – und das darf nicht passieren, denn es ist so eine großartige Musik.“ ULRIKE OSMAN

Service

Das Magnificat des Bach-Chors und -Orchesters beginnt am Samstag, 8. Dezember, um 19 Uhr im Stadtsaal des Veranstaltungsforums. Karten gibt es für 27 bis 34 Euro im Vorverkauf. An der Abendkasse kostet der Eintritt einen Euro mehr.

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