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Bald nur noch zwei Sparkassen-Vorstände

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Wechsel an der Spitze: Neuer Vorstandssprecher wird Peter Harwalik (Mitte). Ihm zur Seite stehen wird Frank Opitz (l.). Klaus Knörr geht in Ruhestand. © Weber

Die Sparkasse Fürstenfeldbruck verkleinert zum 1. Januar 2019 ihren Vorstand. Der Vorsitzende Klaus Knörr verabschiedet sich mit Ablauf seines Vertrages zum Jahresende nach 16 Jahren an der Spitze des Gremiums in den Ruhestand. Danach besteht das bisher dreiköpfige Führungsteam künftig nur noch aus zwei Mitgliedern.

Fürstenfeldbruck – Der Verwaltungsrat bestimmte in einer Sitzung am Mittwoch Peter Harwalik zum neuen Vorsitzenden. Der 61-Jährige gehört dem Vorstand seit 2002 an und ist bisher verantwortlich für das Firmenkunden- und Mittelstandsgeschäft. An seiner Seite ist weiterhin Frank Opitz, der das Privatkundengeschäft verantwortet. Er gehört dem Vorstand seit 2013 an.

Die Entscheidung, den Vorstand zu verkleinern, solle auch Signalwirkung haben, sagte der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende, Landrat Thomas Karmasin. Auf die Sparkasse kämen „sportliche Zeiten“ zu, in denen man den Rücken straffen müsse. Das gelte auch für den Vorstand.

Auch der Verwaltungsratsvorsitzende, Brucks OB Erich Raff, geht angesichts der allgemeinen Situation im Bankgeschäft und besonders nach der gescheiterten Fusion mit den Sparkassen Landsberg und Dachau davon aus, dass der Sparkasse Fürstenfeldbruck „keine einfache Zeit“ bevorstehe. Er sei überzeugt, dass Harwaliks Bestellung zum neuen Sparkassen-Chef eine gute Entscheidung für Nachhaltigkeit und Weiterführung der Sparkasse sei.

Neben Harwalik stand auch Opitz zur Wahl. Es sei eine schwierige Entscheidung zwischen zwei sehr guten Kandidaten gewesen, sagte Raff. Karmasin sagte, man habe sich unter anderem wegen der längeren Dienstzeit im Haus für Harwalik entschieden. Karmasin ergänzte, Harwalik sei auch in das soziale Leben gut eingebunden und er habe Vertrauen in seine ruhige Art zu kommunizieren.

Harwalik sieht für die Sparkasse die Notwendigkeit, in digitale Technik und in die Qualifikation der Mitarbeiter zu investieren, und die Marktführerschaft im Landkreis auszubauen. Gleichzeitig gelte es, Personal- und Sachkosten einzusparen. Drastische Einschnitte soll es aber auch unter ihm nicht geben. Die gescheiterte Fusion wollte Harwalik nicht kommentieren. Man schaue „nicht zurück, sondern nach vorne“.

Karmasin sieht das Wesen der Sparkasse in ihrer Präsenz in der Fläche. Er halte sich aber „aus konkreten Entscheidungen, etwa der Schließung letztlich unrentabler Filialen, heraus“. Raff geht davon aus, dass solche Entscheidungen nach den Filialschließungen im vergangenen Jahr nicht anstehen.

Änderungen in der Zusammensetzung des Verwaltungsrates, dessen Vorsitz der Landrat zum Jahresende wieder übernimmt, hält Karmasin nicht für notwendig. In der Finanzkrise ins Trudeln geraten seien nicht die Sparkassen, sondern Banken, in deren Aufsichtsgremien durchaus Fachleute vertreten gewesen seien. Mit Kreis- und Stadträten sei das politische Spektrum der Träger der Sparkasse, nämlich Stadt und Landkreis, gut abgebildet. Von einer Aufnahme von Personalratsvertretern in das Gremium sei er „bei aller Wertschätzung für den Personalrat“ kein Freund.

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