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Nach den Vorkommnissen im Brucker Schlachthof

Bauernobmann zeigt Soko Tierschutz an

Kreis-Bauernobmann Georg Huber gibt dem Brucker Schlachthof Rückendeckung: Er hat Anzeige gegen die Soko Tierschutz erstattet. 

Landkreis – Georg Huber möchte so Genaueres über die Videoaufnahmen erfahren, mit denen die Soko Verstöße gegen den Tierschutz im Schlachthof aufgedeckt hatte.

Georg Huber will Klarheit: „Dass Verstöße gegen den Tierschutz im Brucker Schlachthof geahndet werden müssen, liegt auf der Hand und das ist auch völlig in Ordnung“, sagt er. Aber: Man dürfe nicht nur auf die eine, man müsse auch die andere Seite sehen.

„Entweder hat die Soko Tierschutz zehn Monate zugeschaut. Dann hätten sie mit einer zeitnahen Anzeige selber Tierleid verhindern können – oder sie mussten über so einen langen Zeitraum filmen, um Verstöße festhalten zu können“, sagt Huber. Im ersten Fall hätten die Tierschützer seiner Meinung nach viel früher auf Missstände aufmerksam machen müssen. Trifft der zweite Fall zu, dann sei die Darstellung, dass zehn Monate Missstände im Schlachthof beobachtet wurden, aus der Luft gegriffen. Der beauftragte Anwalt riet Huber, auch auf Hausfriedensbruch zu klagen, doch: „Das ist für mich eher nebensächlich, mir geht es darum zu erfahren, wann was im Brucker Schlachthof abgelaufen ist.“

Huber kennt einige Metzger, die am Schlachthof arbeiteten, persönlich. Alle hätten ihm glaubhaft versichert, nicht an den im Video gezeigten Verstößen gegen den Tierschutz beteiligt gewesen zu sein. Huber: „Jetzt werden alle Metzger in einen Topf geworfen und vorverurteilt; das Thema muss aufgeklärt werden und ich möchte durch die Anzeige das tatsächliche Ausmaß in Erfahrung bringen.“ Vielleicht könne manches in ein anderes Licht gerückt werden.

Der Bayerische Bauernverband (BBV) hat dem Bauernobmann einen Rechtsanwalt vermittelt. Der BBV wird laut Huber auch die Kosten übernehmen. „Meine landwirtschaftlichen Kollegen und die Metzger freuen sich, dass ich Anzeige erstattet habe“, sagt Huber. Weiteres entscheidet nun die Staatsanwaltschaft München. „Das Einschreiben mit der Anzeige ist am Mittwoch dieser Woche rausgegangen.“ Derzeit werden Schweine, Rinder und Schafe zu weiter entfernten Schlachthöfen gebracht. Huber: „Das ist auch nicht im Sinne des Tierwohls.“

Die Vorwürfe gegen den Schlachthof hatten die Verantwortlichen dazu bewogen, ihn zu liquidieren. Wie es weiter geht, ist derzeit unklar. (akk)

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