Andreas Lohde

In Fürstenfeldbruck

Bauhof-Umzug soll schneller gehen

Was wird vorgezogen, was wird noch einmal überdacht? Bei den  Haushaltsberatungen gab es vor allem bei zwei Projekten Redebedarf: der Verlagerung des Bauhofes und dem künftigen Grundschul-Konzept.

FürstenfeldbruckGlaubt man CSU-Fraktionschef Andreas Lohde, dann möchte man nicht gern Mitarbeiter am städtischen Bauhof sein. Denn die dortigen Zustände seien an der Grenze des Zulässigen, so Lohde. Das sei die Verantwortung des Stadtrates, der die Angestellten tagtäglich in das alte Gebäude auf der Lände schicke. Dass der Bauhof umziehen soll, wird schon länger diskutiert. Deshalb wurde über die Verlagerung auch im Rahmen der Finanzplanung bis 2022/23 gesprochen. Kosten: acht Millionen Euro. Die Vorplanungen sollen 2019 beginnen.

Das dauerte einigen Stadträten aber zu lange. „Eine vierjährige Pause, die ich nicht nachvollziehen kann“, meinte Herwig Bahner (FDP). Die Überplanung des gesamten Lände-Areals könnte 2020 fertig sein, die Verlagerung des Bauhofes sei dann die logische Folge, argumentierte er und beantragte eine Verschiebung nach vorne. CSU und BBV stimmten dem zu. So sind jetzt schon für die Jahre 2020/21 die Baukosten eingeplant.

Erfolglos hatten SPD-Fraktionschef Philipp Heimerl und OB Erich Raff (CSU) vor einer solchen Vorverlegung gewarnt. Für Heimerl ist ein Umzug des Bauhofes „unrealistisch in der Umsetzung.“ Die großen Brocken Schulen und Kindertagesstätten bedingten schon jetzt eine Neuverschuldung, so der Wirtschaftsreferent. Keine Chance auf eine Umsetzung sah auch OB Raff angesichts der Personallage in der Bauverwaltung. Dort gäbe es kaum Kapazitäten einen Umzug zu planen: „Das soll mir einer aus dem Ausschuss und aus dem Stadtrat erklären, wie wir das in den nächsten drei Jahren schaffen sollen.“

Ziemlich konsterniert war Raff auch beim Punkt Erweiterung der Philipp-Weiß-Grundschule. Dort sind für die nächsten Jahre rund sieben Millionen Euro für einen Bau plus zwei Millionen Euro für Sanierungen eingeplant. Erst im Sommer hatten die Stadträte nach langwierigen Beratungen ein neues Grundschul-Konzept beschlossen. Eine neue Schule im Westen, eine Sprengeländerung und die Erweiterung der Philipp-Weiß-Schule sind darin vorgesehen. Raff war jedoch nicht über die Kosten entsetzt, sondern über Wortmeldungen der Stadträte Bahner, Karin Geißler (Grüne) und Alexa Zierl (Die Partei & Frei). Sie möchten das Ganze noch einmal überdenken: Das jetzige Konzept koste die Stadt zu viel Geld.

Karin Geißler brachte deshalb eine Alternative ins Spiel: fünf Züge für die neue Grundschule im Westen. Bei den Sprengeländerungen habe man vor allem die Wünsche der Schulleitungen berücksichtigt. Das komme die Stadt nun teuer.

Angesichts des Vorlaufes – die neue Grundschule West soll im Herbst 2022 eröffnet werden – forderte Bahner, man könne die Planung noch einmal unter die Lupe nehmen. „Absolut illusorisch“, urteilte Hardy Baumann (BBV). Und auch die Ratsmehrheit war erbost darüber, dass man die Grundschul-Planung noch einmal neu aufrollen soll. Man habe auch die soziale Ausgewogenheit im Blick gehabt, sagte Beate Hollenbach (CSU). „Das haben wir uns alles nicht leicht gemacht.“ Der Punkt wurde trotzdem für eine erneute Prüfung bis Januar zurückgestellt. Auch wenn dabei nicht viel Neues zutage treten werde, so Raff: Alle Optionen seien im Sommer schon auf dem Tisch gelegen. (Fabian Dilger)

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