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Kurioser Anblick nicht nur für Bahnpassagiere. Wie der VW Lupo auf die Böschung bei Fürstenfeldbruck geriet, ist rätselhaft.

Halter erzählt absurde Geschichte

Auto hängt seit Monaten am Bahndamm - Halter erzählt absurde Geschichte

Am Bahndamm bei Fürstenfeldbruck hängt ein Auto - und der Polizei sind zunächst die Hände gebunden. Auch wenn die Erklärung des Halters irrsinnig erscheint.

Update vom 21. Februar 2019: Noch immer hängt das Auto neben den Gleisen. Doch langsam scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Dem Halter wurde nun eine Frist gesetzt, um das Auto zu holen, berichtet Merkur.de*.

Auto hängt seit Monaten am Bahndamm - Halter erzählt absurde Geschichte

Fürstenfeldbruck – Abertausende von Pendlern und anderen Reisenden passieren in S-Bahnen und Zügen jeden Tag die Stelle, die streng genommen auf Emmeringer Flur liegt. Wer aus dem Fenster sieht, wird sich wundern: Nur mit einem roten Spanngurt an einem Baum gesichert, hängt dort in halsbrecherischer Schieflage ein schwarzer Kleinwagen. Und das seit mindestens drei Monaten.

Am 12. Oktober 2018 meldete ein Bürger bei der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck dieses Szenario. Die Beamten fuhren an die von dem Hinweisgeber angegebene Stelle am Waldrand in Verlängerung der Rodelbahnstraße. Unter die Sonnenklappe geklemmt fanden sie sogar den Autoschlüssel.

Die örtliche Polizei informierte daraufhin die für Bahnanlagen zuständige Bundespolizei und die DB Netz. Mitarbeiter der letzteren sahen sich vor Ort die Bescherung an. Sie sicherten den VW Lupo mit dem roten Spanngurt. Nun, so befand man bei der DB Netz, ginge von dem Wagen keine Gefahr mehr für Gleise, Züge und Passagiere aus, also sei man von Bahnseite nicht für dessen Entfernung zuständig. Die Mitarbeiter zogen wieder von dannen ohne weitere Schritte zu unternehmen.

Auto am Bahndamm in Fürstenfeldbruck: Halter des Wagens tischt absurde Geschichte auf

Bei der Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck fand sich inzwischen der Halter des Autos am Bahndammn ein. Auf die Frage, wie er denn mit dem VW Lupo auf den Bahndamm geraten sei, erzählte der 41-jährige Fürstenfeldbrucker eine absurde Geschichte. Er sei nachts in den Wald gefahren, um Bäume anzusehen und Bachblüten zu pflücken. Als besonderer Naturkenner erwies sich der Mann im weiteren Gespräch mit den Beamten dann allerdings nicht. Ein Test ergab, dass er weder zuviel Alkohol getrunken noch Drogen konsumiert hatte.

Mit der Bergung seines Wagens hat es der Fürstenfeldbrucker allerdings wohl auch nicht besonders eilig. Als die Polizei nochmal bei ihm nachhakte, erklärte er, er habe die Sache seinem Rechtsanwalt übergeben.

Polizei kann Auto am Bahndamm in Fürstenfeldbruck nicht entfernen

Der Inspektion Fürstenfeldbruck sind in der Sache die Hände gebunden. Solange das Auto eine gültige Zulassung auf dem Kennzeichen habe, könnten er und die Kollegen kaum einschreiten, erklärt Vizeleiter Michael Fischer auf Nachfrage.

Auf den Kosten für die Bergung wird der Fahrzeughalter jedenfalls sitzen bleiben. Da sind sich die Fürstenfeldbrucker Polizei und ein Sprecher der Deutschen Bahn einig.

Und sollte sich der Besitzer nicht beeilen, sein Vehikel vom Bahndamm zu schaffen, wird ihm die Bundespolizei auch noch ein Bußgeld aufs Auge drücken. Der juristisch geprüfte Vorwurf lautet „Unbefugtes Abstellen eines Kraftfahrzeugs. Sprecherin Petra Wiedmann: „Es gibt jetzt noch eine letzte Frist“.

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Von Sabine Kuhn und Tobias Gehre

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*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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