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Auf der Schiffschaukel vor herbstlicher Kulisse hatten Groß und Klein ihren Spaß.

Fürstenfeldbruck

Bei der Sonnen-Kirta feiern Groß und Klein

Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen: Besseres Herbstwetter hätten sich die Brucker für ihr alljährliches Kirchweihfest nicht wünschen können. 

Fürstenfeldbruck – Die mittlerweile zwölfte Fürstenfelder Kirta lockte auch in diesem Jahr mit bayerischem Essen, zünftiger Musik und alten Handwerkskünsten zahlreiche Besucher in den Stadtsaalhof. 

Das Kirchweihfest, das an die Weihe des Kirchenbaus erinnert, hat schon lange Tradition. Seit Jahrhunderten steht die Kirta für gemütliches Beisammensein und die bayerische Kultur. Als größtes Kirchweihfest im Landkreis ist die Fürstenfelder Kirta heute ein Erlebnis für die ganze Familie.

Mit der König-Ludwig-Schiffschaukel, Ponyreiten und einer Stroh-Hüpfburg war dabei auch für die Kleinen wieder einiges geboten. Das findet auch Hans Entdorf, der für das Fest extra mit seiner Familie von Gilching nach Bruck geradelt war. „Das ist wirklich toll, man zahlt einmal den Eintritt von drei Euro und da sind dann alle Attraktionen mit inbegriffen.“

Handwerksmarkt in der Tenne

Besonderer Beliebtheit erfreute sich in diesem Jahr auch der große Handwerksmarkt in der Tenne. Über 50 Aussteller aus der Region verkauften dort handgefertigte Kleidung, Imkereiprodukte, Skulpturen und vieles mehr. Ein besonderes Augenmerk lag dabei vor allem auf der Demonstration von älteren Handwerkskünsten. Für den Korbflechter Johann Leitmair aus Mammendorf war es bereits die sechste Fürstenfelder Kirta, bei der er als Aussteller teilnahm. „Die Atmosphäre hier ist einfach besonders und die Leute strahlen alle so eine Zufriedenheit aus“, schwärmt der Hobbyhandwerker. Vor 30 Jahren entdeckte er durch einen Unfall seine Leidenschaft für dieses seltene Hobby. „Korbflechter gibt es hier in der Gegend sonst nicht“, so der Mammendorfer. Besonders schön ist für ihn, dass er den Leuten zeigen kann, dass sein Hobby noch aus bloßer Handarbeit besteht. „Für einen kleinen Brotkorb brauche ich schon mal fünf bis sechs Stunden“, erklärt der Profi.

Bayerische Kultur

Durch die Blasmusik, die Tänze der Trachtenvereine und die typischen kulinarischen Schmankerl steht beim Kirchweihfest vor allem die bayerische Kultur im Vordergrund. Besonders bei der Kleiderwahl wünschten sich allerdings einige Besucher wieder mehr Traditionsbewusstsein. So auch Jürgen Preuß aus Mering, der bereits seit Jahren die Kirta besucht. „Schade, dass so viele nicht in Tracht, sondern in Jeans und Pulli kommen.“ (Nathalie Hradecky)

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