Klaus Knörr leitet den Arbeitskreis„Schule-Wirtschaft“.

Das aktuelle Interview

Beim Berufsinfomarkt greifen die Jugendlichen zum Hammer

Seit 1978 gibt es den Berufsinfomarkt im Verwaltungszentrum der Sparkasse. Zum 40-jährigen Bestehen präsentieren sich auf 170 Metern Standfläche 40 Aussteller. 

Fürstenfeldbruck – Für Sparkassendirektor Klaus Knörr vom Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“, ist der Markt ein wichtiger Aspekt für die Berufswahl junger Menschen.

-Herr Knörr, was ist das Erfolgsrezept des Berufs-Info-Marktes?

Bei uns geht es nicht um die konkrete Stellenvermittlung, sondern um das Vorstellen der Berufe. Deswegen präsentieren sich keine individuellen Unternehmen, sondern Innungen. Die Schüler, die zu uns kommen, sind eher in der Frühphase der Entscheidung, manchmal noch über ein Jahr davon entfernt. Wir bieten ihnen eine erste Orientierung. Mit diesem Ansatz konnte sich der Berufsinfomarkt in den Kalendern vieler Schulen und Betriebe festsetzen. Zu uns kommen ganze Klassen, die Teilnehmerzahlen blieben im Laufe der Jahre konstant hoch.

-Wie helfen Sie den Schülern bei der Wahl der richtigen Ausbildung?

Wir bieten mehr als nur theoretische Informationen. Man kann auch selbst aktiv werden und die Berufe ausprobieren. Bei den Dachdeckern kann man hämmern, bei den Metallbauern die Bauteile einmal direkt anfassen. Diese Erfahrungen sind sehr wichtig für junge Menschen. Ich kann nur jedem raten, die Werkzeuge einmal selbst anzufassen und sich nicht nur theoretisch zu informieren.

-Wie veränderte sich der Berufsinfomarkt der Sparkasse in den letzten 40 Jahren?

In dieser Zeit erlebte der Ausbildungsmarkt völlig verschiedene Rahmenbedingungen. Nach der Wende hatten wir spezielle Angebote für Ostdeutsche. Lange waren Ausbildungsplätze knapp, inzwischen gibt es durch die demografische Entwicklung genügend Angebote. Jetzt geht es eher darum, den jungen Menschen bei einer guten Entscheidung zu helfen. In den letzten Jahren kommen auch vermehrt Menschen mit Migrationshintergrund. Das Anliegen blieb allerdings immer gleich. Wir wollen den angehenden Auszubildenden Orientierung bieten.

-Haben sich auch die präsentierten Berufe verändert?

Das Handwerk bildet nach wie vor die größte Säule. Berufe wie Schreiner, Bäcker und Zimmerer sind immer noch populär. Natürlich präsentieren wir auch neue Berufe aus den Medien und der Musikindustrie. Ein großer Teil der Aussteller sind staatliche Einrichtungen wie die Polizei, das Landratsamt und die Bundeswehr. Außerdem hielt an vielen Stellen die Elektronik Einzug. Inzwischen haben wir beispielsweise Mechatroniker statt Kfz-Mechaniker. Wir bieten einen guten Überblick über alle diese Bereiche.

Interview: Christian Masengarb

Der Berufsinfomarkt

findet am Sonntag, 11. März, von 10 bis 15 Uhr im Verwaltungszentrum der Sparkasse, Oskar-von-Miller-Straße 4, statt. Veranstaltet wird er vom Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ in Zusammenarbeit mit der Sparkasse, der Agentur für Arbeit, der Berufsschule Fürstenfeldbruck, dem Kreisjugendring, Handwerk, Handel und Gewerbe der Region, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den freien Berufen und dem öffentlichen Dienst.

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