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Diese Farben ziehen an: Wolfgang Luber und Monika Mayer aus Altaubing sind beim Stand von Peter Schneller (l.) fündig geworden.

Fürstenfelder Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt 2017

Bunte Kunst vor grauem Himmel

Zahlreiche Besucher haben am Samstag dem Regen die kalte Schulter gezeigt. Sie spazierten trotz des kühlen Wetters über den Fürstenfelder Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt – und entdeckten dabei so manchen Schatz.

Fürstenfeldbruck – Vielleicht waren es die leuchtend-bunten Farben, die Wolfgang Luber und Monika Mayer aus Altaubing zum Stand von Peter Schneller gelockt haben. Bei dem kühlen und wechselhaften Wetter stachen die knalligen Kunstwerke des Passauers unweigerlich heraus. Das Paar kauft zwei große bunte Glasscheiben, die mit einem Metallrohr im Garten aufgestellt werden können. „Es ist ein Geschenk für liebe Freunde“, verrät Monika Mayer und lächelt. Es scheint fast, als wirken die farbenfrohen Scheiben wie Stimmungsaufheller.

Vom grauen Wetter ließen sich auch die Brucker Dieter und Gloria Ernst nicht einschüchtern. Die Stammgäste flanieren jedes Jahr über den Markt an der Waaghäuslwiese. Wieder einmal zieht es Dieter Ernst zum Stand von Claudia Thomsen aus Pentenried (Landkreis Starnberg). Dort gibt es einen Schatz, den er liebend gern sein Eigen nennen würde: „Dieser Ring ist einfach wunderschön, aber er hat einen sehr stolzen Preis – ich werde ihn mir wohl auch heuer nicht leisten“, sagt er wehmütig. Aber immerhin darf er sich den Ring an den Finger stecken und den kurzen Augenblick genießen. „Wir kennen ja von vielem den Preis aber oft nicht den Wert“, sagt er.

Beim Fürstenfelder Töpfermarkt wird Schiefer zum Klingen gebracht

Bei einem Workshop der Designerin und Goldschmiedin Claudia Thomsen hat er selbst schon einen Ring geschmiedet. Daher eiß er, wie viel Arbeit hinter so einem Schmuckstück steckt. Das Goldstück seiner Wahl besteht aus 31 Schichten wertvoller Edelmetalle, darunter Gold, Silber und Paladium-Silber. Da wäre die anvisierte Müslischüssel für Ehefrau Gloria deutlich günstiger gekommen, doch an diesem Tag ist die Händlerin nicht da. „Mein Schälchen ist kaputt gegangen und ich wollte mir unbedingt wieder die Gleiche kaufen.“ Gut, dass sie beim vergangenen Einkauf die Visitenkarte der Keramikkünstlerin eingesteckt hat. So kann sie hoffentlich bald wieder Müsli aus aus ihrer Lieblingsschüssel löffeln.

Am Stand von Jochen Fassbender ziehen sphärische Klänge die Besucher in den Bann: Der Klangkünstler aus Nordrhein Westfalen baut Xylophone aus norditalienischem Schiefer, aus Glas, Holz und Metall. Er sagt: „Ich bringe Chlorit-Schiefer zum Klingen – mit diesem Material werden in Norditalien die Dächer gedeckt.“

von Angi Kiener

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