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500 Tonnen Salz lagern derzeit im Germeringer Bauhof. Winterdienst-Koordinator Michael Seeholzer ist gut bevorratet. 

Bauhöfe für den Winterdienst gerüstet

Bergeweise Streusalz

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Seit Mitte November sind sie einsatzbereit, die Mitarbeiter der Bauhöfe und Straßenmeistereien in der Region. Noch haben Kälte und Schnee nur kleine Gastspiele gegeben – aber der Winterdienst hat sich schon auf vereiste Straßen, Geh- und Radwege vorbereitet.

Fürstenfeldbruck – Gut gerüstet ist der Maisacher Bauhof. Dort sind bisher 125 Tonnen Streusalz eingelagert, berichtet Leiter Peter Wendl. Für die ganze Wintersaison reichen wird diese Menge aber wohl nicht. „Vergangenen Winter haben wir etwa 130  Tonnen gebraucht. Und das war relativ wenig“, sagt er. In der Regel verteilen die 14 Winterdienst-Mitarbeiter des Maisacher Bauhofes je Saison 170 bis 200 Tonnen Salz auf Straßen und Wegen.

Mit rund 120 Straßenkilometern ist ihr Einsatzgebiet das größte im Landkreis. Sind Eisglätte und Schnee vorhergesagt, dreht der sogenannte Schaudienst frühmorgens ab 3 Uhr seine Runden auf den Straßen, wenn die meisten Bürger noch in ihren warmen Betten liegen. Er schätzt die Lage ein und sorgt bei Bedarf dafür, dass kurz nach ihm bereits erste Räum-Schicht ausrückt. Wird sie nicht alarmiert, verlässt sie mit sechs Fahrzeugen gegen 4 Uhr den Bauhof. „Damit im Berufsverkehr auf alle Fälle alles glatt läuft“, sagt Wendl. Winter-Schicht Nummer zwei startet um 7 Uhr und sorgt bis etwa 20 Uhr für freie Fahrt auf den Straßen.

175 Tonnen Streusalz fassen die Silos des Brucker Kreisbauhofs. „Wir haben immer ungefähr 150 Tonnen vorrätig“, berichtet Chef Michael Arndt. In einem weiteren Lager haben etwa 500 Tonnen Platz. Diesen Vorrat teilt sich der Kreis-bauhof mit der Straßenmeisterei Dachau. Gemeinsam betreuen beide Einrichtungen alle Bundes- und Kreisstraßen in den benachbarten Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau.

Jedes der vier Räumfahrzeuge des Kreisbauhofs kann mit circa vier Tonnen Salz beladen werden. Rund 90 Euro kostet eine Tonne und bis ein Fahrzeug befüllt ist, dauert es fast zehn Minuten.

In einer großen Halle lagert der Germeringer Bauhof sein Salz – und zwar mehr als 500 Tonnen, weiß Leiterin Monika Schindler. Weniger als die Hälfte, nämlich rund 200 Tonnen, umfasst der Vorrat der Brucker. Aufgefüllt wird er sukzessive, je nach Bedarf, sagt der technische Leiter Peter Langenegger. Er setzt für die Wintersaison auf ein 18 Mann starkes Team. Mit zwölf Räumfahrzeugen kümmern sie sich um das Stadtgebiet und die Orte Pfaffing, Aich, Gelbenholzen, Puch und Lindach.

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