Schon seit längerer Zeit steht der Anhänger an der Cerveteristraße. foto: tb

Cerveteristraße

Beschwerden über geparkten Hänger

  • Verena Usleber
    VonVerena Usleber
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Fürstenfeldbruck – Schon seit mehreren Wochen muss Fritz Rosenberger (67) immer wieder brenzlige Situationen an der Cerveteristraße beobachten. Der ehemalige Imbissbuden-Besitzer wohnt in der Nähe des Kindergartens. Dort parkt seit über einem Monat ein Anhänger. Und der ragt auf die Straße. „Wenn beispielsweise ein Bus einem Auto entgegenkommt, muss einer von beiden stark abbremsen“, sagt Rosenberger.

Bis 20 Uhr sei es meistens noch nicht so schlimm, weil das Tempo dann auf 30 Kilometer pro Stunde beschränkt ist. Aber später dürfen die Verkehrsteilnehmer offiziell 50 fahren. „Dann sieht das Ganze schon anders aus“, sagt Rosenberger. Er macht sich Sorgen, zumal der Anhänger nachts nicht beleuchtet ist: „Was ist, wenn jemand ihn übersieht?“, fragt der Brucker.

Auf Tagblatt-Nachfrage hin haben sich Beamte der Brucker Polizei-Inspektion die Lage vor Ort angesehen. Das Ergebnis: ernüchternd. Tatsächlich wurde der Anhänger ordnungsgemäß am Straßenrand abgestellt. „Dort herrscht kein Halteverbot“, erklärt ein Sprecher der Inspektion. Das heißt: Der Anhänger darf dort stehen. Allerdings eigentlich nicht länger als zwei Wochen am Stück. Und obwohl bereits zu erkennen ist, dass der Hänger dort schon länger steht, kann die Polizei nicht intervenieren. „Wir dürfen nicht einfach so abschleppen lassen“, erklärt der Sprecher. Die Polizei bräuchte Zeugen, die bei einem eventuell folgenden Gerichtsverfahren aussagen würden und bestätigen, dass der Wagen länger als zwei Wochen an seinem Platz stand. 

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