Puch

Das Beste aus zehn Jahren Hallen-Fetz

Puch – Das Hallen-Fetz der Pucher Landjugend ist mittlerweile schon legendär geworden. Zum Zehnjährigen am morgigen Samstag plaudern die Veranstalter aus dem Party-Nähkästchen. Das ist nicht immer ganz jugendfrei.

Um die Pucher Hallenfeste ranken sich Geschichten wie diese: „Im EM-Jahr 2008 ist uns der Orangensaft ausgegangen; wir sind mit dem Hänger losgezogen und haben die Tankstellen abgeklappert, damit wir beim Hallen-Fetz unseren Wodka-Osaft ausschenken können“, erzählt Landjugendchef Ferdinand Wenig. Und angeblich soll es ein Landjugendmitglied geben (den Namen wollen die Burschen zwecks Persönlichkeitsschutz und Wahrung der Intimsphäre nicht verraten), das ab seiner Volljährigkeit bei jedem Fetz mit der gleichen Frau auf’s Heftigste geflirtet hat. „Sonst hatten die zwei nie Kontakt, immer nur beim Hallen-Fetz und weiter ist wohl nie was passiert“, spekulieren die Insider.

Dann gibt es noch die Geschichte vom trinkfesten Hofhund Balko: „Der hat mal die Noagerl zammg’schleckt und ist dann recht besoffen und quasi auf allen Vieren über den Hof getorkelt.“ So mancher Gast sei außerdem schon tagelang auf dem Fest versumpft: „Manche Feierwütigen sind schon mit Campingbussen angereist, um Festivalstimmung reinzubringen. Natürlich haben sie am nächsten Tag von uns ein kostenloses Frühstück bekommen und wurden den gesamten Tag verpflegt. Manche blieben dann auch noch eine Nacht.“

Darüber hinaus klaffen in den Reihen der Partywütigen aber vereinzelt Erinnerungslücken – die allerdings nicht mit übermäßigem Alkoholkonsum, sondern vielmehr mit einem altbekannten Problem zutun haben: Dem Nachwuchsmangel der Landjugend. 2001 hatten die Pucher ihr erstes Fest, bis 2008 wurde jedes Jahr gefeiert. Doch: „Von 2008 bis 2015 gab es keine Party“, erzählt Ferdinand Wenig. Viele der heutigen Mitglieder waren laut dem Chef noch „liadrige Stopsel“. Nun sind sie zu kräftigen Burschen herangewachsen. 2015 wurde das Pucher Hallen-Fetz nach sieben Jahren Durststrecke schließlich wiederbelebt.

„Wir sind der Familie Reitmeier sehr dankbar, dass sie uns ihre Halle zur Verfügung stellt“, betonen die Mitglieder der Landjugend. Bereits eine Woche vor dem Fest wird unter dem Motto „Ohne Fleiß kein Preis“ geschraubt und gehämmert was das Zeug hält – so auch in diesem Jahr. Morgen wird dann an der Cocktailbar Cuba Libre (Cola und Rum) , Touch Down, Sex on the Beach und der alkoholfreie Drink Karibische Nacht ausgeschenkt. „Und natürlich gibt’s bei uns den August, sprich das süffige Helle der ältesten Brauerei Münchens, und unseren selbstgemachten Erdbeerlimes.“

Für eine ordentliche Unterlage sorgen eine Metzgerei aus Jesenwang und ein Maisacher Pizzaservice. Um die Musik kümmert sich DJ Karsten Kiessling von Radio Gong. Und auch die Fußballfreunde kommen nicht zu kurz: Das DFB-Pokalfinale wird im Innen- und Außenbereich auf Großleinwänden übertragen. „Erfahrungsgemäß haben wir bis zu 1500 Besucher, sprich volles Haus“, sagen die Mitglieder.

Und die braucht die Gemeinschaft auch. Denn die Einnahmen investiert die Landjugend in Jugendarbeit, Ausflüge und diverse Anschaffungen. Deshalb packen am Samstag auch alle mit an. Bis zu hundert Helfer sind im Einsatz.

Das Hallen-Fetz

der Pucher Landjugend startet am Samstag, 21. Mai,  um 19 Uhr. Gefeiert wird in der Halle der Familie Reitmeier an der Straße Zur Kaisersäule. Der Eintritt kostet fünf Euro. Es gibt Parkplätze und einen Taxistand. (akk)

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