Fürstenfeldbruck

Billig-Lampen kosten Stadt viel Geld

  • schließen

Fürstenfeldbruck – Die Stadt hat eine neue Festbeleuchtung gekauft. Doch nun rächt es sich, dass man sich für die Billigvariante entschieden hat. Das Rathaus muss draufzahlen.

Das Ziel war ja eigentlich, Geld zu sparen. Aber nun ist das Gegenteil der Fall. Im März hatte der Kultur- und Werkausschuss beschlossen, eine neue Festbeleuchtung für die Innenstadt zu kaufen. Man entschied sich damals für einfarbige Lichterketten im Wert von 10 000 Euro.

Wetterfeste Lichter dreimal so teuer

Das hatte unterschiedliche Gründe. Einerseits hätte eine wetterfeste Kette, die Uli Schmetz (SPD) im Stadtrat als „hochseetauglich“ bezeichnete, drei Mal so viel gekostet. Andererseits wäre die wasserfeste Variante nicht bis zum Volksfest lieferbar gewesen. Die Stadt stand also unter Zeitdruck und entschied sich für die Sparversion.

Mitarbeiter der Stadtwerke haben die Girlanden dann wie üblich in der Hauptstraße bis zur Amperbrücke, in der Pucher- und Schöngeisinger bis zur Viehmarkt- und in der Augsburger- bis zur Adolf-Kolping-Straße aufgehängt. Dort sollten sie bis zum Altstadtfest im Juli hängen bleiben. Doch die Birnchen und Kabel sind nicht hundertprozentig wetterfest. Das machten die Experten von den Stadtwerken im Rathaus klar. Bürgermeister Erich Raff (CSU) musste schnell entscheiden. Die Beleuchtung wurde wieder abgenommen. Zu groß war die Gefahr, dass die Lichter kaputtgehen. Auch eine „elektrische Gefährdung“ hätte nicht ausgeschlossen werden können, wie es nun bei der Nachbesprechung im Stadtrat hieß.

Natürlich kostet auch das Auf- und Abhängen Geld. 8000 Euro schlagen jedes Mal zu Buche, wenn die Mitarbeiter des örtlichen Energieversorgers ausrücken müssen.

Karl Danke (BBV) zeigte sich im Stadtrat auch was die Optik betrifft enttäuscht von der Billigvariante. „Früher waren die Glühbirnen bunt, jetzt sind sie nur durchsichtig. Wir sollten künftig wieder auf eine Lösung setzen, die auch etwas Atmosphäre bringt.“ Markt- und Festreferent Markus Droth (CSU) meinte in Hinblick auf die aktuelle Situation: „Die Lösung ist nicht befriedigend. Wir sollten uns grundsätzliche Gedanken machen.“ Er sprach auch an, dass nochmal mit den Stadtwerken darüber verhandelt werden solle, in welchen Straßenzügen die Lichter aufgehängt werden.

Winter-Sterne hatten für Ärger gesorgt

Bereits im Winter hatten sich einige Geschäftsleute der Adolf-Kolping-Straße darüber beschwert, dass vor ihren Häusern nicht wie üblich Sterne zur Adventszeit leuchteten. Der Grund waren angeschlagene Halterungen. Raff kündigte bereits jetzt an, dass man sich auch um die Weihnachtsbeleuchtung kümmern müsse. Denn einige der Sterne sind außerdem kaputt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wenn der Landsberieder Stammtisch zum Tatort wird
Ein gestandener Stammtisch hat ein Schild, das etwas hermacht. In Landsberied war der Wirtshaus-Treff aber zu voreilig. Für seine Platzmarkierung hat er das Wappen der …
Wenn der Landsberieder Stammtisch zum Tatort wird
100 000 Euro Schaden nach Küchenbrand in Puchheim
Auf dem Herd vergessenes Essen hat am Samstag ein Feuer in einer Puchheimer Wohnung ausgelöst. Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck ermittelt.
100 000 Euro Schaden nach Küchenbrand in Puchheim
Sozialer Wohnungsbau neben alter Molkerei
 Der soziale Wohnungsbau in Mammendorf nimmt konkretere Gestalt an. Nachdem die Gemeinde zunächst mit einigen Partnern geliebäugelt hat, wie Bürgermeister Josef Heckl …
Sozialer Wohnungsbau neben alter Molkerei
Beim Kinderhaus-Anbau läuft alles nach Plan – sogar das Wetter
Eigentlich war der Rohbau für die Erweiterung des Kinderhauses in Jesenwang schon Ende letzten Jahres fertig. Doch Bürgermeister Erwin Fraunhofer verlegte das Richtfest …
Beim Kinderhaus-Anbau läuft alles nach Plan – sogar das Wetter

Kommentare