Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet

Corona-Zahlen auf Mallorca steigen rasant: RKI zieht Konsequenz und macht Insel jetzt zum Risikogebiet
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Freude über mehr Bushalte an der Furthmühle: Viermal am Tag fährt die Linie 871 jetzt die Furthmühle an. Außerdem hat die Bedarfshaltestelle direkt vor den historischen Gebäuden jetzt einen Masten. Fahrplaninformationen hängen aus. Davon überzeugten sich (v.l.) Jutta Remsing vom Landratsamt , Egenhofens Bürgermeister Josef Nefele, Vize-Landrat Ulrich Schmetz, Monika Beirer vom Landratsamt, die Kreisräte Max Keil und Hubert Ficker, Martin Obermeier vom Förderverein Furthmühle, Mühlen-Eigentümer Albert Aumüller und Fördervereins-Chefin Korinna Konietschke.

Weitere Verbesserungen

Bitte einsteigen: Busnetz wird noch dichter

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Um das steigende Verkehrsaufkommen in der Region weiter zu bewältigen, baut der Landkreis das Bus-Angebot weiter aus. Der Planungsausschuss des Kreistages beschloss nun für zwei Busse den Zehn-Minuten-Takt in Stoßzeiten. Und das ist nur eine von mehreren Neuheiten.

Fürstenfeldbruck Rund 2200 Fahrgäste befördert der Regionalbus 835 bereits jetzt vom Estinger Kriegerdenkmal über den Bahnhof Esting und Geiselbullach zum Olchinger Bahnhof bei einem 20-Minuten-Takt an Werktagen. Bei der Linie 830 vom Puchheimer Bahnhof über Gröbenzell nach Lochhausen sind es sogar 3000 bei einem 15-Minuten-Takt.

Aufgrund dieser hohen Nutzungszahlen werden die Takte auf beiden Linien nun weiter verdichtet: auf zehn Minuten. 200 000 Euro muss der Landkreis dafür vorerst in die Hand nehmen. Hermann Seifert, im Landratsamt für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) zuständig, erklärte jedoch, dass sich der Betrag noch verringern kann: „Wir rechnen damit, dass durch die Taktverdichtung die Fahrgastzahlen weiter steigen und so auch mehr Fahrgeld eingenommen wird.“

In Germering werden die Linien 851, 856 und 857 an Werktagen statt bis 21 künftig bis 22.30 Uhr fahren. Außerdem soll das Werktagsangebot auch auf den Samstag ausgeweitet werden. Derzeit fahren die Linien 851 und 857 an Samstagen gar nicht, die Linie 856 verkehrt lediglich bis 16 Uhr. An Sonn- und Feiertagen fuhr bislang keine der drei Linien, künftig werden sie zwischen 8.30 und 16.30 Uhr im Stundentakt unterwegs sein. Für den Landkreis-Säckel ist die Erweiterung kostenneutral. Die höheren Ausgaben werden laut Seifert durch zusätzliche Fahrgeldeinnahmen gedeckt.

Insgesamt 635 000 Euro muss der Landkreis dagegen voraussichtlich in den neuen Expressbus X920 stecken, der ab Juli 2020 von Fürstenfeldbruck über Gilching und die Kraillinger Innovationsmeile (KIM) zum Klinikum Großhadern fährt. Das Ausschreibungsverfahren startet im September 2019, die Vertragslaufzeit beginnt im Juli 2020 und endet im Dezember 2024. 71 000 Euro werden 2020 noch fällig, jeweils 141 000 Euro sind es in den folgenden Jahren bis zum Vertragsende.

Zu guter Letzt wird auch der Regionalbus 736 vom Olchinger Bahnhof über das Gewerbegebiet GADA (Gemeinde Bergkirchen, Kreis Dachau) zum Dachauer Bahnhof neu ausgeschrieben. Christina Claus (Grüne) regte in dem Zusammenhang an, auch Geiselbullach an die Linie anzubinden. Doch laut Seifert ist man derzeit noch nicht so weit. Bis die Nahverkehrspläne der Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau fortgeschrieben sind, riet Seifert dazu, den Status Quo der Linie beizubehalten.

Über Verbesserungen an einer Haltestelle freuen sich besonders Schulkinder und Kulturinteressierte: Der 871er stoppt jetzt viermal am Tag vor der historischen Furthmühle bei Egenhofen.

Eine App für die Mobilität

Eine einzige allumfassende App für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in der Region. Das ist das Ziel des Landkreises Fürstenfeldbruck, wie ÖPNV-Experte Hermann Seifert nun im Planungsausschuss des Kreistages erklärte. Darauf wird bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplans, die im Frühjahr 2019 vorliegen soll, bereits hingearbeitet. 

Dort heißt es, dass „multimodale Schnittstellen verschiedene Verkehrsangebote mit kurzen Wegen miteinander verknüpfen und dadurch dem Fahrgast mehr Flexibilität bei der Routenplanung lassen sollen“. Dadurch sollen neben dem ÖPNV auch Sharing-Angebote sowie Fuß- und Radverkehr gestärkt werden. „Wir wollen keine Insellösungen“, sagte Seifert. Vielmehr sollen die Fahrgäste mit nur einer App auf dem Smartphone Routen mit allen zur Verfügung stehenden Angeboten - von Bus und Bahn bis hin zum Car-Sharing - abrufen können. Der Landkreis solle als Koordinationsstelle auftreten. 

Dazu passt auch, dass sich der Landkreis ab sofort am EU-Interreg-Projekt „Sustainability Mobility Behaviour in Alpine Region“ - kurz: SaMBA – beteiligt. SaMBA ergänzt das Projekt ASTUS, in dessen Rahmen innovative ÖPNV-Angebote untersucht werden. Mit dem Ruftaxi-System und seinen Expressbusverbindungen ist der Kreis dabei. SaMBA zielt darauf ab, Bürgern die Nutzung klimafreundlicher Verkehrsangebote schmackhaft zu machen. „Wie kann man vermeiden, dass trotz bestehender Angebote das vorhandene Auto verwendet wird?“ So umreißt ÖPNV-Experte Seifert die Kern-Fragestellung. Es sollen Wege untersucht werden, wie man an diese Personen herankommt und sie durch Anreize wie Ermäßigungen zum Umsteigen bewegen kann. Dem Landkreis entstehen bis auf die Kapazitäten des Personals zur Betreuung des Projekts keine Kosten.

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