Fursty-Nachnutzung

BMW will positives Signal der Stadt

BMW will sich wegen der Driving Academy mit der Stadt einigen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das im Rathaus eingegangen ist. Darin fordern die Autobauer ein klares Bekenntnis des Stadtrats zur Driving Academy.

Fürstenfeldbruck/Maisach– BMW will seine Anlage für Fahrsicherheitstrainings erweitern, teils auch auf Brucker Flur. Das Problem: Die Stadt will nach dem Abzug der Bundeswehr auf dem angrenzenden Areal Wohnungen errichten. Im Rathaus befürchtet man, dass die Emissionswerte der Driving Academy so hoch sind, dass eine Wohnbebauung unmöglich wird. Daher zögert man mit seiner Zustimmung.

In dem Brief an OB Raff (CSU) versichert BMW, dass die Academy und die Planungen der Stadt in Übereinstimmung gebracht werden können. Das gehe aus schalltechnischen Berechnungen hervor. Man würde gerne auf Basis des Gutachtens für den Siedlungsbereich der Stadt gemeinsam eine Linie mit Immissionsorten und den Grenzwerten für Tag und Nacht festlegen. Dazu sollen weitere Abstimmungen mit der Stadtplanung und dem Schallschutzgutachter stattfinden. BMW will vertraglich zusichern, sich an vereinbarte Immissionsorte und -werte vertraglich zu binden.

Zudem stellt der Autobauer in Aussicht, die Stadt von der Erschließungsverpflichtung der im Stadtgebiet liegenden Flächen und Anlagen der Driving Academy freizustellen – sofern das erforderlich ist. Man werde im Rahmen der Planungen auch prüfen, ob die Anlagen an die städtischen Ver- und Entsorgungseinrichtungen angeschlossen werden.

Dem Autobauer liegt an einer konstruktiven Lösung. Schließlich will er am Standort bleiben und zügig planen. Daher müsste die Stadt das Moratorium am Fliegerhorst für das BMW-Areal auf Maisacher Flur außer Kraft setzen. Darüber soll der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen beraten. Die Firma BMW kam im Zuge des Maisacher (und Bocklet‘schen) Nachfolgekonzepts auf das frühere Militärareal. Der Naturschutz steht der Erweiterung auf Maisacher Flur aber teils entgegen.

von Ingrid Müller

Rubriklistenbild: © Agentur Schneider-Press/Erwin Schneider

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