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Erste Sondierungenmit den Autobauern Auf der Überholspur: Bei der BMW-Driving Academy kann man lernen, ein Auto in Gefahrensituationen zu beherrschen.  Das Ziel für die BBV bleiben Wohnungen

Konversionsausschuss 

BMW-Pläne für Fursty werden konkreter

Ein alter Bekannter für die Fliegerhorst-Konversion? Mit der Driving Academy ist BMW schon auf dem Gelände vertreten, nun kann sich das Unternehmen vorstellen, noch mehr zu investieren. Im Januar wollen Vertreter des Münchner Autobauers nach Fürstenfeldbruck kommen.

Fürstenfeldbruck – In einer Infoveranstaltung mit dem Stadtrat wollen sie erläutern, was sie sich auf dem Konversionsgelände vorstellen können. Die Kontakte mit BMW sind ein Ergebnis der gemeinsamen Bürgermeister-Runde aller vier Fliegerhorst-Anliegergemeinden, erklärte Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) im Konversionsausschuss.

Mit dem Beschluss des Planungsmoratoriums wollen die vier Kommunen Zeit gewinnen, um ein gemeinsames Konzept zu erstellen. Nun wird klar, dass die Städte und Gemeinden vor allem große Unternehmen gesucht haben, die Dreh- und Angelpunkt der Konversion sein könnten.

Im Sommer waren die vier Bürgermeister von Fürstenfeldbruck, Emmering, Maisach und Olching an das bayerische Wirtschaftsministerium herangetreten. Ihr Anliegen: Kontakte zu interessierten Unternehmen. Im Oktober und November gab es die ersten Treffen mit BMW-Vertretern. Ergebnis dieser ersten Sondierungen ist nun die Infoveranstaltung im Januar.

Einer Vermutung, die zumindest in Bruck immer wieder im Hintergrund aufgetaucht war, erteilte Raff aber eine klare Absage: „Eine FIZ-Verlegung wird es nicht geben.“ Das Forschungs- und Innovationszentrum von BMW, das aufgestockt werden soll, mache in Fürstenfeldbruck wegen der fehlenden Synergieeffekte zu anderen Unternehmenssparten keinen Sinn.

Damit ist zwar klar, was nicht auf das Fliegerhorst-Gelände kommt. Doch bisher bleibt weiterhin vage, was der Autobauer nach Fürstenfeldbruck verlagern könnte. BMW werde sich bis Januar Gedanken machen, was man sich auf dem Areal vorstellen könne und das dann ausarbeiten, sagte Raff, ohne damit Details preiszugeben.

Hermine Kusch (BBV) fragte nach den Vorstellungen der anderen Kommunen. In Maisach etwa betrachtete man die Brucker Pläne, viel Wohnraum zu schaffen, immer wieder mit Argwohn. Der Maisacher Gemeinderat hatte in der Vergangenheit klargemacht, möglichst viel Gewerbe auf seiner Flur ansiedeln zu wollen. „Nach allen Seiten total offen“ seien die vier Partner, sagte Raff. Es komme auf die Qualität des Konzepts an, das am Ende der gemeinsamen Planungen stehe. Man müsse natürlich für Kompromisse mit allen Partnern offen bleiben.

Als „gesetzt“ definierte Andreas Ströhle für die BBV-Fraktion weiterhin das Ziel, eine große Anzahl von Wohnungen zu schaffen. Leide der Wohnraum unter einer großflächigen Gewerbeansiedlung, dann könne die BBV dem in Zukunft nicht zustimmen, warnte er. Dasselbe Ziel habe er natürlich auch, sagte Raff: „Da bin ich dahinter.“

Für eine offene Herangehensweise an die Planung war derweil CSU-Fraktionschef Andreas Lohde. Früher habe er auch gedacht, es müsse alles zu Beginn von vorne bis hinten durchgeplant werden, doch seine Meinung habe sich geändert. Mit Zwischennutzungen und einer Konversion in Teilschritten könne es auch gelingen. (fd)

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