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Aus dem Gerichtssaal

Bombendrohung am Flughafen kostet 500 Euro

Die Terrorgefahr ist in diesen Zeiten weltweit hoch. Das gilt natürlich auch für Deutschland. 

Fürstenfeldbruck – Sicherheitsmitarbeiter auf deutschen Flughäfen sind deswegen angehalten, alle Passagiere genauestens zu kontrollieren. Einer jungen Bruckerin wurde dies zum Verhängnis – sie stand vor Gericht, weil sie das Wort „Bombe“ in den Mund nahm.

Als eine Luftsicherheits-Beauftragte am Münchner Flughafen heuer im April von der eincheckenden jungen Frau aus Fürstenfeldbruck das Wort vernahm, schrillten bei ihr sämtliche Alarmglocken. Sie verständigte sofort die Polizei. Die 19-Jährige wurde eine Stunde lang befragt und durchsucht. Eine Bombe wurde bei der Bruckerin allerdings nicht gefunden.

Am Mittwoch musste die junge Frau auf der Anklagebank des Jugendgerichtes am Brucker Amtsgericht Platz nehmen. Die 19-Jährige fühlte sich damals ungerecht behandelt von der Luftsicherheitsbeauftragten. Zunächst sei sie von der Frau grob angefasst worden. Als sie dann noch als einzige weit und breit ihre Schuhe ausziehen musste, habe sie lediglich gesagt: „Warum werde ich so kontrolliert, da ist keine Bombe drin.“

Die Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes gab an, etwas ganz anderes gehört zu haben. Als sie wie vorgeschrieben auch die Bügel des BHs der jungen Frau kontrollieren wollte, sei diese aggressiv geworden. Und als sie wenig später die junge Frau dazu aufforderte, ihre Schuhe auszuziehen, habe die 19-Jährige gedroht: „Ich habe eine Bombe im Schuh.“ Die Zeugin war sich völlig sicher, dies von der jungen Frau so gehört zu haben.

Die Aussage der Flughafenmitarbeiterin überzeugte Jugendrichterin und Staatsanwalt. „Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass es so war, wie die Zeugin es uns geschildert hat“, stand für die Jugendrichterin abschließend fest.

Wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten verurteilte sie die Fürstenfeldbruckerin daher nach dem Jugendstrafrecht zu einer Geldbuße. Sie muss 500 Euro an die Jugendhilfe der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zahlen. Die Strafe wäre noch höher ausgefallen, hätte die 19-Jährige sich nicht in ihrem Schlusswort bei der Luftsicherheitsbeauftragten für ihr Verhalten entschuldigt.

Die Jugendrichterin machte der jungen Frau in ihrer Urteilsbegründung dann auch klar, was sie künftig beachten sollte: „Angesichts der drohenden Terrorgefahr muss man damit rechnen, dass so etwas Folgen hat.“  sus

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