US-Comedy-Legende Jerry Lewis ist tot

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Der Borkenkäfer, hier ein Buchdrucker, kreuzt die „Wasserleitungen“ unter der Rinde und unterbricht so die Versorgung des Baumes mit dem lebensnotwendigen Nass. 

Das Forstamt warnt

Borkenkäfer-Alarm in Wäldern und Gärten

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Warme Temperaturen und wenig Niederschlag – was für Sonnenhungrige und Bade-Fans nach einem traumhaften Sommer klingt, sorgt bei vielen Waldbesitzern für Sorgenfalten. „Für Borkenkäfer ist das Wetter optimal“, sagt Gero Brehm vom Brucker Forstamt.

Fürstenfeldbruck – „Die Käfer waren heuer schon fleißig, wir haben wegen der von ihnen verursachten Schäden bereits mehrere tausend Kubikmeter Wald abgeholzt“, berichtet auch Paul Högenauer, Chef der Waldbesitzervereinigung im Kreis. Das liege daran, dass die Käfer wegen milder Temperaturen schon Anfang April – also drei Wochen früher als normal – losgeflogen seien. Damit könnten heuer drei Generationen junger Borkenkäfer schlüpfen und die Insekten könnten großen Schaden anrichten. Vorausgesetzt das Wetter bleibt so warm und trocken. „Deswegen hoffe ich jetzt auf Regen“, sagt Högenauer. „Denn für Wälder sind kühle und feuchte Sommer am besten.“

Gero Brehm vom Forstamt bezeichnet die Lage als „brisant“. Die Bedingungen für den Käfer seien schon im vergangenen Jahr sehr gut gewesen. Heuer nun seien noch viel mehr Käfer unterwegs. Die Schädlinge vermehren sich zudem rasend schnell.

Geschwächte Fichten – nur auf diese Baumart hat es der Käfer abgesehen – sind sehr anfällig. Also zum Beispiel jene, die sich noch immer nicht ganz von Sturm „Niklas“ im Jahr 2015 erholt haben. „Gefährdet sind auch Bäume mit Pilzbefall, die auf trockenen Böden stehen“, sagt Paul Högenauer. Da die Pflanzen nicht genügend mit Wasser versorgt werden, können sie kein Harz zum Schutz vor Insekten produzieren.

Leichtes Spiel hat der Borkenkäfer vor allem im Rothschwaiger Forst in Bruck, in den Wäldern um Germering sowie im Mauerner Wald bei Grafrath. „Der Buchdrucker ist öfter unterwegs, der Kupferstecher weniger“, sagt Gero Brehm über die Verbreitung verschiedener Arten des Borkenkäfers, der rund 3000 bis 4000 Waldbesitzer im Landkreis Sorgen bereitet. Schaden richten beide nach dem selben Prinzip an: Das Männchen bohrt ein Loch in den Baum und baut eine kleine Kammer zwischen Holz und Rinde – also in die Schicht, in der sich die Wasserleitungen des Baumes befinden. Nach der Paarung bohrt das Weibchen von der Kammer aus weitere Gänge ins Holz und legt darin ihre etwa 50 Eier ab. Die geschlüpften Larven fressen sich weiter. „Das ergibt ein hübsches Muster, das aber für den Baum tödlich ist, wenn zu viele Käfer die Saftzufuhr unterbrechen“, erklärt Gero Brehm.

Um den Tod eines Baumes und die weitere Verbreitung des Schädlings zu verhindern, sollte etwa alle zwei Wochen kontrolliert werden. Dazu sind nicht nur Wald- sondern auch Gartenbesitzer aufgerufen. Da heißt es genau hinschauen und: Bohrmehl suchen – also die kleinen Sägespäne, die entstehen, wenn sich Borkenkäfer in die Rinde bohren. Meist ist das Mehl am Fuße des Baumes oder an der Rinde sichtbar. Wer Bohrmehl entdeckt, muss schnell handeln. Befallene Fichten müssen sofort umgesägt und 500 Meter weit aus dem Forst hinaustransportiert werden, berichtet Gero Brehm. Chemisch würde der Schädling eher selten bekämpft.

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