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Landgericht

Brandstiftung bleibt ungesühnt

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Als der Eingangsbereich eines Mehrfamilienhauses in Fürstenfeldbruck im Oktober 2016 lichterloh brannte, war der Schuldige scheinbar rasch gefunden.

Fürstenfeldbruck –  Salwan M. (37) war an diesem Abend von seiner Freundin vor die Tür gesetzt worden. Er drohte, das Anwesen anzuzünden. Stunden später wurde er festgenommen.

Der Mann hat die Tat stets bestritten. Tatsächlich konnte ihm das Landgericht München II die Brandstiftung und den damit verbundenen versuchten Mord in 20 Fällen nicht nachweisen. Salwan M. wurde nur wegen fahrlässiger Trunkenheit und vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt – und zwar zu einem Jahr Freiheitsstrafe. Die hat er schon durch die Untersuchungshaft verbüßt.

Am letzten Prozesstag versuchte das Gericht noch mit einem Brand-Gutachter die Situation zu klären. Doch letztendlich fehlten einfach die Indizien für eine Brandstiftung. Fest stand am Ende nur, dass im Hauseingang eine brennbare Flüssigkeit verschüttet und selbige mit einem Feuerzeug angezündet worden war.

Weil sich der Angeklagte angeblich kurz darauf noch beim Anwesen herumgetrieben haben soll, wurde er rasch beschuldigt fest. Doch die Vermutungen bestätigten sich nicht. Selbst die Drohungen ließen sich nicht erhärten. Deshalb kamen zur Verurteilung nur die Straßen-Verkehrs-Verstöße in Frage. Bei dem Brand konnten sich alle Hausbewohner ins Freie retten. Einige erlitten Rauchvergiftungen.  wal

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