Eine Hand mit blauem Einweghandschuh und einer Impfdosis in der Hand.
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Läuft alles nach Plan, wird am Sonntag, 27. Dezember, im Landkreis Fürstenfeldbruck mit dem Impfen begonnen. (Symbolfoto)

Impfzentrum in Fürstenfeldbruck

BRK-Chef erklärt: So funktioniert die Impfaktion gegen Corona

  • vonSabine Kuhn
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Wie viel Corona-Impfstoff enthält die erste Lieferung – und wann kommt die überhaupt? Fragen, die Landratsamt und Rotem Kreuz derzeit Kopfzerbrechen bereiten.

  • Am Sonntag, 27. Dezember, soll der erste Impfstofftransport im Landkreis Fürstenfeldbruck ankommen.
  • Dann kann man sich beim Roten Kreuz für Termine vormerken lassen - das gilt vor allem für Senioren.
  • Der BRK-Chef Rainer Bertram empfiehlt, sich vorzubereiten.

Landkreis – Trotz der Ungewissheit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Organisatoren sind wild entschlossen, so schnell und so viele Menschen zu immunisieren wie irgendwie möglich.

Wenn alles gut geht, kommt am Sonntagmorgen, 27. Dezember, der erste Impfstofftransport im Landkreis an. Er wird vor Ort von einem Sicherheitsdienst scharf bewacht. Das Rote Kreuz steht schon parat. Noch am gleichen Tag wollen die ersten mobilen Impfteams in Seniorenheime gehen und dort Bewohnern sowie Mitarbeitern die erste Dosis des Impfstoffes spritzen.

Sobald genügend Impfstoff vorhanden ist, werden parallel zu den mobilen Impfteams auch Ärzte und Helfer im Impfzentrum an der Industriestraße in Fürstenfeldbruck loslegen. Zuerst sind Personen über 80 Jahren an der Reihe.

BRK-Chef erklärt: So funktioniert die Impfaktion gegen Corona- Terminvergabe

Ab 28. Dezember, 10 Uhr, kann man sich beim Roten Kreuz für Termine – wahrscheinlich ab Januar – vormerken lassen. Weil das vor allem Senioren betrifft, wird dazu eine Telefon-Hotline geschalten. Die Nummer lautet: (0 81 41) 40 04 50. Aber: „Medizinische Fragen können an der Hotline nicht beantwortet werden, die Leitung würde sonst schnell überlaufen“, sagt Rainer Bertram, Kreisgeschäftsführer des BRK.

BRK-Chef erklärt: So funktioniert die Impfaktion gegen Corona - Staus im Impfzentrum vermeiden

„Die Vorab-Beratung ist zwar eine Herausforderung für die Praxen, aber die Hausärzte kennen ihre Patienten ja auch am besten“, Rainer Bertram, BRK-Kreischef.

Bevor ein Arzt die Spritze setzt, muss jeder Impfwillige aufgeklärt und beraten werden. Geschieht das vor Ort im Impfzentrum, kann das lange dauern. BRK-Chef Bertram empfiehlt deshalb, sich vorzubereiten. Den Aufklärungsbogen kann man im Internet herunterladen, durchlesen und unterschrieben (in doppelter Ausfertigung) zum Termin mitbringen. Wer nicht sicher ist, ob er sich impfen lassen soll, etwa wegen seines Gesundheitszustandes, sollte sich beim Hausarzt beraten lassen. „Das ist zwar eine Herausforderung für die Praxen, aber die Hausärzte kennen ihre Patienten ja auch am besten.“ Idealerweise bringt ein Impfwilliger zum Termin dann auch einen so genannten Anamnesebogen des Hausarztes mit. Die Formulare gibt es online unter www.brk-ffb.de.

Fragen zur Impfaktion gegen Corona: Was bedeutet Impfmanagement?

Es ist geplant, dass der Freistaat online ein System zur Anmeldung und Terminvergabe einrichtet. Dort können sich auch Personen, die erst in späteren Gruppen geimpft werden, vormerken lassen. Sie werden dann via E-Mail oder SMS informiert.

Fragen zur Impfaktion gegen Corona: Was ist ein Partnerlandkreis?

Die Lieferung der Impfdosen geschieht gemeinsam für zwei Landkreise. Da sie nicht lange gelagert werden können, lässt sich so die Verteilung besser managen. Bei der Corona-Impfung ist Dachau der Partnerkreis von Bruck.

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