Dresscode Schwarz: DJs (r.) und auch das Publikum kommen schwarz gekleidet zu den All Black Parties, die sich mittlerweile etabliert haben.Die jüngste Auflage fand in der Alten Druckerei statt, wie das bisherige Buck Rogers nun heißt. FOTO: VERANSTALTER

In der Hasenheide

Bruck feiert in der alten Druckerei: Party in Schwarz statt Redlounge

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Die Redlounge ist zumindest in der Tenne Geschichte. Dafür etabliert sich nun eine andere Partyreihe in Fürstenfeldbruck. Die trägt ebenfalls einen „farbigen“ Namen: 450 Besucher kamen zur vierten Auflage der All Black Party in die Alte Druckerei in der Hasenheide.

Fürstenfeldbruck – So funktioniert die All Black Party: Die Besucher müssen – wie der Name schon sagt – komplett in schwarz gekleidet sein, dazu läuft Hip-Hop-Musik. „Eigentlich ist das Konzept recht simpel, dennoch hat sich die Party zu einem regelrechten Hype entwickelt“, sagt Sebastian Ranftl (24), der das gar nicht bunte Hip-Hop-Treiben zusammen mit Matej Kopic (22) veranstaltet. „Jeder einzelne sieht mit dem schwarzen Dresscode recht gewöhnlich aus, doch sieht man um sich herum 500 Leute, die genauso gekleidet sind, weckt das eine gewisse Gruppendynamik.“

Die Idee dazu entstand bereits im März vergangenen Jahres. Ranftl und Kopic waren Mitarbeiter im Buck Rogers, wie die Alte Druckerei früher noch hieß. „Dadurch waren wir in der Brucker Partyszene drin“, erzählt Ranftl. Die Erkenntnis: Die Brucker Jugend feiert gerne. „Das haben ja auch die Besucherzahlen bei der Redlounge gezeigt“, sagt der 24-jährige Brucker. Das Problem: Das Angebot war nach Ansicht von Ranftl und Kopic zu klein – zumal mittlerweile auch die Redlounge-Reihe eingestampft wurde, die bis zum vergangenen Jahr regelmäßig in der Tenne im Veranstaltungsforum stattfand.

Warum der schwarze Dresscode eingeführt wurde, kann Ranftl gar nicht so genau sagen: „Das war einfach eine spontane Idee.“ Weshalb Hip-Hop läuft, hat hingegen eine ganz einfache Erklärung: „Das ist die Musikrichtung, die wir auch gerne hören“, sagt der junge Brucker.

Und so ging man vor rund einem Jahr an den Start, und zwar im Barnis Club in der Augsburger Straße. „Der bot sich an, weil er relativ einfach zu mieten war.“ Allerdings brachte das auch eine Einschränkung mit sich: Im Barnis waren nur private Feiern möglich. Öffentliche Werbung für das neue Partyformat entfiel da natürlich.

Nach zwei Abenden im Barnis wurden die Partys dann aber öffentlich. Zunächst folgte der Umzug ins Unterhaus. Die vierte All Black Party fand nun erstmals in der Alten Druckerei statt. Den Zweimonats-Rhythmus, in dem die Veranstaltung bisher stattfand, wollen Ranftl und Kopic auch künftig gerne beibehalten.

Werbung machen die beiden vor allem über die sozialen Medien. „Letztes Mal haben wir über Facebook auch eine große Verlosung gehabt“, für die man Sponsoren hatte gewinnen können. Bei so viel Werbung hat das Brucker Duo natürlich auf entsprechende Resonanz gehofft. „Dass es am Ende 450 Besucher waren, hat uns aber selbst ein wenig überrascht – auch wenn es angesichts der Zusagen auf Facebook schon ein wenig absehbar war“, sagt Ranftl.

Die All Black Party spricht vor allem ein jüngeres Publikum an. „Beim letzten Mal war der Großteil der Besucher im Alter zwischen 18 und 26 Jahren“, sagt Ranftl. Er und Kopic freuen sich darüber, dass das Konzept bei der Brucker Partyszene so gut ankommt. Ranftl bezeichnet den jüngsten Abend angesichts des Andrangs sogar als „legendär“ – wofür er auch die beiden DJs verantwortlich macht, die für die Musik sorgten: „DJ Rovent und DJ Flo Bauhuber sind die zwei womöglich besten Hip-Hop-DJs der Stadt.“

Gerne würden Ranftl und Kopic ihre All Black Party als Ersatz für die Redlounge etablieren. Die nächste Party ist deshalb bereits in Planung. Der genau Termin und der Ort stehen noch nicht fest. „Aber voraussichtlich werden wir wieder in die Alte Druckerei gehen“, sagt Ranftl.

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