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Marktspiegel

Und die Preise steigen weiter: Landkreis Fürstenfeldbruck unter Top vier bei Immobilienumsätzen

  • Andreas Daschner
    vonAndreas Daschner
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Die Immobilienpreise im Landkreis Fürstenfeldbruck steigen – ein Ende ist nicht in Sicht. Es gibt aber große Unterschiede, je nach dem, wo die Immobilie genau liegt.

Fürstenfeldbruck – Die Sparkasse hat jetzt ihren aktuellen Marktspiegel für Oberbayern veröffentlicht. Neben der Teuerung zeigt der auch, dass in den Nachbarregionen von Fürstenfeldbruck die Preise teils noch höher sind.

Immobilienpreise relativ moderat im Westkreis

Relatiov moderat sind die Preise noch im westlichen Landkreis Fürstenfeldbruck. Zwischen 600 und 900 Euro pro Quadratmeter werden dort für Baugrundstücke aufgerufen. Doppelhaushälften und Reihenhäuser wechseln für Quadratmeterpreise zwischen 650 und 800 Euro, Eigentumswohnungen für zwischen 5500 und 6000 Euro den Eigentümer.

Immobilienpreise steigen mit der München-Nähe

Je näher man an München heranrückt, desto höher werden aber die Preise. Zentral im Landkreis gelegene Grundstücke werden im Schnitt für 1060 Euro pro Quadratmeter verkauft, im östlichen Landkreis werden sogar 1390 Euro im Schnitt fällig – fast das Doppelte des Preises im Westen. Doppelhaushälften und Reihenhäuser kosten zentral im Schnitt 970 Euro, im östlichen Landkreis 1180 Euro pro Quadratmeter. Bei den Eigentumswohnungen müssen die Käufer zentral im Schnitt 6500 Euro, im östlichen Landkreis 7500 Euro pro Quadratmeter berappen.

Bei nahezu allen Immobilien ist die Tendenz laut den Experten der Sparkasse steigend. Nur der Preis für Doppelhaushälften und Reihenhäuser im östlichen Landkreis ist zuletzt weitgehend konstant geblieben.

Immobilienpreise noch deutlich unter denen Münchens

Laut dem Immobilienkompass 2021 der Wirtschaftszeitschrift Capital liegt die Stadt Bruck aber noch deutlich unter den Münchner Preisen. Einfamilienhäuser kosten demnach rund 30 Prozent weniger als in der Landeshauptstadt. Eigentumswohnungen seien sogar rund 45 Prozent günstiger. In München liegt der Quadratmeterpreis bei satten 12 400 Euro.

Die vergleichsweise günstigen Preise haben vielleicht auch das Immobiliengeschäft im Landkreis angekurbelt. Stolze 1,18 Milliarden Euro wurden laut den Sparkassen-Experten im vergangenen Jahr im Landkreis mit Immobilien umgesetzt – der viert-höchste Wert unter den drei kreisfreien Städten und 20 Gemeinden in Oberbayern. Lediglich die Stadt (18,2 Milliarden Euro) und der Landkreis München (3,8 Milliarden Euro) sowie der Nachbarlandkreis Starnberg (1,3 Milliarden Euro) hatten im abgelaufenen Jahr mehr Umsätze zu verzeichnen.

Immobilienpreise im Kreis FFB erreichen Rekord

Dennoch ist das für den Landkreis Fürstenfeldbruck kein neuer Rekord. 2019 wurden sogar knapp 1,29 Milliarden Euro umgesetzt. Das jüngste Ergebnis entspricht einem Rückgang um 8,4 Prozent. Aktuell wird laut dem Immobilioenkompass von Capital auch nicht viel gebaut. Nur rund 50 Wohnungen in drei Objekten seien zum Zeitpunkt der Recherche vermarktet worden. Die Finanzexperten weisen jedoch auf das rund 250 Hektar große Fliegerhorstgelände hin, auf dem große Hoffnungen ruhen würden.

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