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Landesentwicklungsprogramm

Bruck will Oberzentrum werden

Das Landesentwicklungsprogramm (LEP) wird fortgeschrieben. Die Stadt stimmt den Änderungen zu – mit einer Ausnahme: 

Fürstenfeldbruck – Mit dem Status eines Mittelzentrums sind die Räte nicht mehr ganz einverstanden. Sie fordern die Einstufung als Oberzentrum.

Der Regionalplan unterscheidet zwischen Metropolen wie München und Nürnberg, Regionalzentren wie Würzburg, Ingolstadt und Regensburg sowie Ober-, Mittel- und Unterzentren. 

Die große Kreisstadt ist schon länger als Mittelzentrum eingestuft. Nun wollte Andreas Lohde (CSU) wissen, warum Erding und Freising Oberzentren, Bruck aber nur ein Mittelzentrum sei. „Mir geht es nicht um den Titel, aber ich sehe die Gefahr, dass Bruck in der Bedeutung hinten runterfällt.“

Stadtbaurat Martin Kornacher erklärte, dass es bei der Einstufung nicht nur auf die Größe einer Kommune und ihre öffentlichen Einrichtungen ankommt, sondern auch auf die Bedeutung des Umlandes. Da hätten Erding und Freising, das auch deutlich größer sei, mit dem Flughafen andere Voraussetzungen.

Um ein Oberzentrum zu werden, müsste die Stadt eine bestimmte Zahl an Einrichtungen wie Krankenhaus und Museum, aufweisen. Dazu wird die Einwohnerzahl und das Umfeld bewertet. Franz Neuhierl (FW) forderte, nicht nur den Ist- sondern auch den Sollzustand zu bewerten, schließlich sei ein Bevölkerungs- und Gewerbewachstum im Münchner Umland prognostiziert.

In Fürstenfeldbruck seien 30 Prozent mehr gewerbliche Arbeitsplätze entstanden. „Warum geht die Verwaltung nicht her und sagt, wir wollen Oberzentrum werden?“, meinte Neuhierl. „Der Titel hat bestimmt Gewicht.“

Der Stadtrat entschied gegen fünf Stimmen, sich um den Titel des Oberzentrums zu bewerben. Ansonsten wird den Änderungen im LEP zugestimmt.  imu

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