Mirko Pötzsch sieht den Beirat alsHilfestellung an.

Weiteres Gremium

Bruck will Umweltbeirat einführen

Einige Nachbarn haben ihn bereits, jetzt will auch die Große Kreisstadt nachziehen: Für-stenfeldbruck richtet einen Umweltbeirat ein. Dieser kann die Kommunalpolitik zu Sachthemen beraten und eine Plattform für engagierte Bürger sein.

Fürstenfeldbruck – Eichenau, die Stadt Puchheim und nicht zuletzt die andere Große Kreisstadt im Landkreis, Germering: Alle diese Kommunen haben bereits einen Umweltbeirat. Auch in der Politik in Fürstenfeldbruck bestehen bisher mehrere Beiräte, die für verschiedene Sachthemen zuständig sind. Es gibt einen für den Sport, einen für Senioren, einen für Menschen mit Behinderung und den Stadtjugendrat. Doch ein eigenes Gremium für das Thema Umwelt fehlt noch.

Stadtrat Mirko Pötzsch (SPD) sah deswegen Handlungsbedarf. Er beantragte im vergangenen Sommer die Einrichtung eines Umweltbeirates. „Das wäre eine gute Geschichte für Fürstenfeldbruck, die uns voranbringen würde“, warb Pötzsch im zuständigen Umweltausschuss für sein Anliegen. Bisher würden Umweltschutzbelange nur in viel zu geringem Umfang bei den Bau- und Verkehrsmaßnahmen in der Stadt einfließen. Mit der ehrenamtlichen Arbeit von Bürgern (siehe Kasten) könnte sich das ändern, hofft Pötzsch. Der Beirat sei aber nicht als „Verhinderungsgremium“ gedacht, er solle vielmehr Hilfestellung in allen Umweltthemen geben und eben dafür sorgen, dass der Umweltschutz zum Wohle der Allgemeinheit immer mitgedacht wird.

Pötzsch erinnerte an die Oberbürgermeister-Wahl im vergangenen Jahr, als sich auf Nachfrage des Bund Naturschutz die Kandidaten von CSU, BBV/Grüne und SPD wohlwollend zu einer solchen Einrichtung geäußert hatten. Auch die Stadtverwaltung sieht in einem solchen Gremium eine durchaus willkommene Hilfe: Das Personal im Rathaus könne „externe fachliche Unterstützung“ zum Beispiel bei der Öffentlichkeitsarbeit für Umweltbelange durchaus gut gebrauchen, heißt es. Auch für die Zukunft habe man sich ja ehrgeizige Ziele in diesem Bereich gesteckt, zum Beispiel beim Klimaschutz.

Beim Grundsatzbeschluss waren sich alle im Ausschuss einig – der Umweltbeirat kommt. Das letzte Wort hat noch der Stadtrat, wobei man auch hier mit Zustimmung rechnet. Die tatsächliche Aufstellung kann sich jedoch noch einige Zeit hinziehen. Denn es muss noch eine Satzung, in welcher die genauen Details festgelegt sind, ausgearbeitet werden. Bürger, die sich bewerben wollen, müssen also noch ein wenig Geduld haben. (fd)

Die Aufgaben

Der Umweltbeirat und seine Mitglieder werden vom Stadtrat berufen, es ist also kein durch Bürger gewähltes Gremium. Gleichwohl können sich interessierte Brucker in diesem Beirat engagieren. Sie können sich für einen Sitz bewerben, neben Vertretern verschiedener Organisationen, welche in der Stadt im Umweltbereich tätig sind. Der Beirat ist grundsätzlich ein beratendes Gremium, er hat keine eigene Entscheidungsgewalt. Er soll Ansprechpartner für alle Bürger sein und berät die Kommunalpolitik bei sachbezogenen Themen. Außerdem kann der Beirat eigene Anträge stellen, welche die Stadtpolitik dann behandeln muss. Der Begriff „Umwelt“ umfasst eine breite Anzahl von Themen. Dazu gehören Natur- und Tierschutz, Wasser und Wasserversorgung, Energie- und Klimaschutz, Abfall und Recycling, Luft, Lärm, Bauen und Wohnen, Verkehrs- und Stadtentwicklung sowie städtische Grünanlagen. (fd)

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