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Das große Ensemble trat in Bruck und im Münchner Gasteig auf.

Opern-Gala im Stadtsaal

Brucker Chorgemeinschaft begeistert mit Verdi, Wagner und Bizet

Fürstenfeldbruck - Große Namen drängten sich im Programm der Opern-Gala, die die Chorgemeinschaft Fürstenfeldbruck im voll besetzten und bald restlos begeisterten Stadtsaal präsentierte.

Gemeinsam mit dem Chor und Orchester der Bürger-Sänger-Zunft München sowie vier hochklassigen Solisten sangen sich die Brucker unter anderem bei Stücken von Verdi, Wagner, Bizet und Carl Maria von Weber schier das Herz aus dem Leib.

Vielleicht legte sich jeder besonders ins Zeug, weil die plötzliche Erkrankung von Chorleiter Klaus Linkel vor einem halben Jahr den Chor vorübergehend in eine Krise gestürzt hatte. Die Neujahrskonzerte mussten damals abgesagt werden, die Vorbereitung der Opern-Gala war unterbrochen. Dann geschah das Naheliegende: Julio Miron, als Dirigent der Bürger-Sänger-Zunft ohnehin in das Projekt involviert, nahm auch die Chorgemeinschaft unter seine Fittiche. Am Resultat hätte der als Perfektionist geltende Linkel sicherlich nichts auszusetzen gehabt. Auch wenn er nicht selbst am Pult stand, trug das Programm unverkennbar die Handschrift des 68-Jährigen, der schon sein halbes Leben lang dem gemischten Chor vorsteht.

Linkel legt Wert auf Zusammenhänge, auf ein Programm aus einem Guss, ohne sich jedoch dabei zu sehr einzuengen. Und so umfasste die Gala im Stadtsaal nicht nur Auszüge aus den großen Opern des 19. Jahrhunderts wie „Carmen“, „Der Freischütz“, „Tannhäuser“ und „Rigoletto“, sondern auch zwei Arien aus Erich Wolfgang Korngolds modernem Klassiker „Die tote Stadt“.

Interessant war, dass auch ein Duett aus George Bizets „Perlenfischern“ auftauchte – und Erinnerungen ans vergangene Jahr weckte, als die eigentlich selten gespielte Oper in einer Produktion des Philharmonischen Chors im Stadtsaal für Furore sorgte. Die Solisten Sofia Kallio (Sopran), Maria Rebekka Stöhr (Mezzo), Manolito Mario Franz (Tenor) und Franz Xaver Schlecht (Bariton) verliehen dem Abend den nötigen professionellen Glanz – mit makellosem Gesang, überzeugender Darstellung und, im Falle der Damen, nicht zuletzt mit einer Kollektion hinreißender Roben.

Ein kleiner Texthänger der ansonsten bravourösen finnischen Sopranistin Sofia Kallio machte sie dem Publikum nur noch sympathischer. Den Höhepunkt erreichte das Konzert mit einem Quartett aus Verdis „Rigoletto“, das die vier Solisten gemeinsam bestritten. Dankenswerterweise fiel der Abend dennoch nicht zu Solo-lastig aus.

Die Kombination aus der Chorgemeinschaft und der Bürger-Sänger-Zunft hatte das Rampenlicht ebenso verdient und bekam es auch. Dem Vernehmen nach soll Dirigent Julio Miron während der Proben ein strenges Regiment geführt haben. Entsprechend selbstbewusst meisterten die Laiensänger sowohl die Chorpassagen als auch das Wechselspiel mit den Solisten. Lohn der harten Arbeit: donnernder Applaus.

von Ulrike Osman

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