„Das Wichtigste ist, dass es meinen Kindern gefällt“: Thomas Sterr hat sein Erstlingswerk veröffentlicht. 

Er publiziert auf eigene Faust 

Brucker erfüllt sich Traum vom eigenen Buch

Der Brucker Thomas Sterr hat gewagt, was sich viele nicht trauen: Er hat ein Buch geschrieben. Dass kein Verlag seine Geschichte publizieren wollte, hielt ihn nicht von seinem Vorhaben ab.

Fürstenfeldbruck – Man könnte sagen: Thomas Sterr ist ins Autoren-Dasein hineingeraten. Er hat ein Kinderbuch veröffentlicht. Es heißt: „Die Hobis auf der Jagd nach dem Regenbogenblatt“. Doch wirklich geplant hat er das nicht.

Der 35-jährige Berufsschullehrer bezeichnet sich selbst als Hobbyschreiber. Anregung für Geschichten liefern seine beiden Söhne. „Das Wichtigste ist, dass es deinen eigenen Kindern gefällt. Das war immer so die Richtschnur, bei jeder Szene: Wird Philipp das lustig finden? Ist der Text verständlich genug?“

Die Idee, selbst ein Buch zu schreiben, hatte Sterr, als er seinen Kindern vorlas. Viele Geschichten gefielen seinen Söhnen Jakob (8) und Phillip (12) und ihm selbst, andere fanden sie eher langweilig. „Irgendwann habe ich mir gedacht, dass ich doch selber eine Geschichte für sie schreiben könnte“, erzählt Sterr. Über eine Veröffentlichung machte er sich zunächst keine Gedanken.

Erst sammelte er Ideen auf einem Blatt. Von Anfang an stand fest, dass die Geschichte von fiktiven Tieren handeln soll und dass die drei Hauptfiguren Rina, Noki und Bimpf heißen würden. Um diese mausähnlichen Geschöpfe und ihre Suche nach einem Regenbogenblatt entwickelte sich eine Eigendynamik. Im Gespräch mit Freunden, Verwandten und natürlich seinen Söhnen entwickelte der Autor seinen Text weiter. „Im Laufe der Zeit habe ich die Geschichte mehrmals überarbeitet. Die jetzige Version hat gut 30 000 Wörter weniger als die Urfassung, ohne dass an der Geschichte selbst etwas verändert wurde.“

Inzwischen war auch der Wunsch entstanden, die Geschichte zu veröffentlichen. Doch es fand sich kein Verlag, der das Buch der Hobis herausgeben wollte. Deshalb beschloss Sterr, das Buch als Selbstverleger zu publizieren. „Ich glaube an meine Geschichte und ihre Kraft, Kinder zu begeistern“, sagt er. Auch schreibe er viel zu gerne, um nur deshalb aufzugeben, weil sich kein Verlag finden ließe.

Thomas Sterr möchte in Zukunft weitere Geschichten und Bücher mit der Öffentlichkeit teilen. Er plant eine Fortsetzung der Hobis, eine Gespenstergeschichte und ein Buch über einen Jungen, der die Welt der Erwachsenen durcheinanderbringt. Doch selbst wenn die Zusammenarbeit mit einem Verlag wieder scheitert, weiß er, dass seine treuesten und begeistertsten Leser zu Hause auf ihn warten.

Das Buch

„Die Hobis auf der Jagd nach dem Regenbogenblatt“ können Interessierte online bestellen unter www.hobiswelt.de.

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