Sparkassen-Chef gibt ausblick

Brucker gehören zu Top-Verdienern

Fürstenfeldbruck – Klaus Knörr, Chef der Brucker Sparkasse, gibt zum Jahresbeginn einen Ausblick auf 2017 und beschreibt aktuelle Entwicklungen. Generell befinde sich die Konjunktur in Deutschland weiterhin im Aufschwung.

Hauptstütze sei die lebhafte Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern, die von der günstigen Arbeitsmarktlage und von steigenden Einkommen der privaten Haushalte profitiere.

Für den Landkreis Fürstenfeldbruck und Oberbayern erwartet Knörr auch 2017 eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Der Landkreis München (30 907 Euro Kaufkraft pro Kopf), die Stadt München (30 136 Euro), sowie die Landkreise Ebersberg (29 512 Euro), Fürstenfeldbruck (27 868 Euro) und Dachau (27 291 Euro) zählten zu den zehn einkommensstärksten Kommunen Deutschlands.

Die positive Konstellation in Bayern durch die Wirtschaftskraft und das Zinstief begünstige die hohe Nachfrage nach Häusern und Wohnungen. Im Landkreis Bruck sei nicht zuletzt wegen der Lage im Großraum München weiterhin mit einem wachsenden Bedarf an Wohnraum zu rechnen. Von dieser Entwicklung werde insbesondere auch das Handwerk profitieren. Im Landkreis sei die Wirtschaftsstruktur geprägt von kleinen und mittelgroßen Unternehmen, die der wirtschaftlichen Lage Stabilität verleihen. Insgesamt seien die Betriebe im Kreis gut aufgestellt.

Eine Herausforderung stelle die anhaltende Niedrigzinspolitik dar, die immer mehr Auswirkungen auf das Sparverhalten zeige und neue Vermögensblasen begünstige. Praktisch alle sicheren Anlageformen würden negative Realzinsen aufweisen – das sei eine Situation, die sich aus Knörrs Sicht so schnell wie möglich ändern müsse. Ansonsten stelle man auf Dauer den Wert des Sparens und der privaten Vorsorge im Kern immer mehr in Frage.

Die Verantwortlichen der Sparkasse Bruck blicken aber trotz der Risiken mit vorsichtigem Optimismus ins Jahr 2017. Der Ertragsbelastung durch die Niedrigzinsphase, den Regulierungsdruck im Kreditgewerbe sowie der hohen Wettbewerbsintensität werde die Sparkasse mit bedarfsgerechten Angeboten begegnen. Außerdem setzt sie auf den Mittelstand im Kreis. „Wir werden auch 2017 unseren Sparkassenauftrag als Finanzdienstleister für die Region erfüllen und der größte nicht-staatliche Förderer von sozialen, kulturellen und sportlichen Projekten bleiben“, so Knörr.

tb

Rubriklistenbild: © dpa

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